Polizei Paderborn kontrollierte Rad-, Pedelec- und E-Scooterfahrer – mit 73 Verstößen. Welche Stellen besonders im Fokus standen und was ein 14-Jähriger…
Die Polizei Paderborn hat am Donnerstag, 24. September, einen großen Schwerpunkteinsatz rund um den Zweiradverkehr im Stadtgebiet durchgeführt – und das Ergebnis ist ziemlich eindeutig: Insgesamt 73 Verstöße wurden festgestellt und geahndet. Ob Fahrrad, Pedelec oder E-Scooter – wer gedacht hat, dass er unbemerkt durch die Stadt kommt, hatte Pech.1
Im Fokus der Kontrollen standen vor allem drei Dinge: Rotlichtverstöße, das unerlaubte Fahren auf Gehwegen und die Nutzung des Handys während der Fahrt. Klingt nach den üblichen Verdächtigen – und ja, genau die wurden auch erwischt.1
Auch Autofahrer blieben nicht außen vor: Auf der Penzlinger Straße wurde ein Autofahrer erwischt, der verbotswidrig einen Radfahrenden überholt hatte.1
Besonders kurios war ein Fall auf dem Löffelmannweg. Dort wurde ein E-Scooter angehalten, auf dem zwei Personen unterwegs waren. Bei einem der Fahrer – einem 14-Jährigen – stellte die Polizei fest, dass das Kennzeichen am Fahrzeug gar nicht dazu gehörte. Des Rätsels Lösung: Der Jugendliche hatte das Kennzeichenschild einfach von einem defekten E-Scooter abgeschraubt und an seinem neuen Fahrzeug befestigt.1
Das klingt vielleicht nach einer kreativen Lösung, ist aber alles andere als harmlos. Im Raum stehen jetzt der Verdacht der Urkundenfälschung sowie ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Entsprechende Strafanzeigen wurden gefertigt.1
Der Einsatz war aber nicht nur auf Kontrollen und Bußgelder ausgerichtet. An der Schloßkreuzung in Schloß Neuhaus führten die Einsatzkräfte zusätzlich Präventionsgespräche mit Bürgerinnen und Bürgern durch – rund 40 Gespräche kamen dabei zusammen. Der Gedanke dahinter: Aufklären statt nur ahnden.1
Der Schwerpunkteinsatz ist Teil der landesweiten Fachstrategie zur Verkehrssicherheitsarbeit unter dem Hashtag #LEBEN. Das Ziel ist klar: Die Zahl der Verkehrsunfälle mit schwer-, schwerst- oder sogar tödlich verletzten Verkehrsteilnehmenden soll deutlich gesenkt werden. Die Polizei Paderborn beteiligt sich aktiv an dieser NRW-weiten Initiative.1
Fazit: Ob Rad, Pedelec oder E-Scooter – die Regeln gelten für alle. Roter Ampel heißt stoppen, Gehweg ist für Fußgänger da, und das Handy bleibt in der Tasche. Sonst kann der nächste Ausflug durch Paderborn ganz schnell teurer werden als geplant.
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