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Fake-Warnmeldung am PC: Plettenberger Senior um sein Geld gebracht
29. September 2026

Fake-Support-Anruf kostet Plettenberger Senior sein Geld. Wir erklären den Betrugstrick mit Push-Nachrichten und wie du dich vor solchen Maschen schützt.

Wenn der Bildschirm plötzlich schwarz wird

Kennst du das? Du sitzt entspannt am Rechner und plötzlich erscheint eine gruselige Meldung: „Störung entdeckt, bitte sofort den Support kontaktieren“. Genau so ist es einem 82-jährigen Mann aus Plettenberg ergangen1. Was dann passiert ist, zeigt, wie perfide Betrüger inzwischen vorgehen.

Zwei Stunden am Telefon mit Kriminellen

Der Senior griff zum Hörer, weil er dachte, er müsse den Microsoft-Support kontaktieren. Am anderen Ende der Leitung war aber niemand von Microsoft, sondern ein Betrüger. Ganze zwei Stunden lang wurde der Mann angeleitet, eine Remote-Software zu installieren – damit hatte der Unbekannte plötzlich Zugriff auf seinen kompletten Computer1.

Und es kam noch schlimmer: Der Täter fragte Konto-, Log-In- und Kreditkartendaten ab und ließ sich sogar TANs generieren. Das Ergebnis waren sieben Abbuchungen und Überweisungen vom Konto des Seniors1.

Der Trick dahinter: Push-Nachrichten als Waffe

Das Fiese an der ganzen Sache: Auf dem Computer des Mannes musste noch nicht mal Schadsoftware gewesen sein. Die Polizei erklärt, dass Betrüger eine ganz normale Funktion von Webbrowsern missbrauchen – die sogenannten Push-Nachrichten1. Eigentlich sind die dafür da, dich über neue Inhalte auf Webseiten zu informieren. Kriminelle nutzen genau diese Funktion aber auch, um gefälschte Warnmeldungen auf deinem Bildschirm erscheinen zu lassen. Das Krasse dabei: Du musst dafür nicht mal auf einer zwielichtigen Seite unterwegs gewesen sein1.

So schützt du dich vor der Masche

Die Polizei hat ein paar klare Tipps parat, wie du dich vor solchen Fake-Warnungen in Acht nehmen kannst1:

  • Schalte die Benachrichtigungsfunktion in deinem Browser einfach ab – meistens findest du die Einstellung unter „Datenschutz und Sicherheit“
  • Lass niemals einen Fremden per Fernzugriff auf deinen Computer – egal wie dringend die Meldung klingt
  • Gib PIN und TAN niemals an Unbekannte weiter, auch nicht am Telefon
  • Hast du das Gefühl, dass wirklich Schadsoftware auf deinem Rechner ist, wende dich an einen Fachmann vor Ort oder einen Bekannten, der sich auskennt

Fazit: Erst nachdenken, dann handeln

Der Fall aus Plettenberg zeigt mal wieder, wie schnell man in Panik geraten kann, wenn plötzlich eine bedrohliche Meldung auf dem Bildschirm auftaucht. Genau darauf setzen die Betrüger. Bleib also ruhig, wenn sowas passiert, und ruf im Zweifel lieber jemanden an, dem du vertraust, statt sofort die angezeigte Nummer zu wählen. Dein Konto und deine Daten sind es wert, dass du einen Moment innehältst, bevor du handelst.

Quellen

  1. POL-MK: Betrüger an der Computer-Hotline


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