Fake-Hotline statt echter Kundendienst: In Neuenrade wurde einer Frau Geld abgebucht statt erstattet. Die Polizei warnt vor dieser fiesen Betrugsmasche im Netz.
Eigentlich wollte eine 61-jährige Neuenraderin nur ihr Geld für eine Warenrückgabe zurückbekommen. Am Ende war sie einen hohen Betrag los – und zwar von ihrem eigenen Konto.1 Wie ist das passiert? Sie hat im Internet nach der Kundendienst-Nummer eines großen Online-Warenhauses gesucht, um eine Rücksendung zu veranleren. Gelandet ist sie dabei wohl bei einer Fake-Hotline.1
Die angebliche Mitarbeiterin am anderen Ende der Leitung versprach, sich um alles zu kümmern – verlangte dafür aber die Kontonummer, angeblich für eine „Sofortüberweisung“ zurück auf ihr Konto. Nach dem Telefonat der Schock: Statt einer Gutschrift wurde ihr Geld abgebucht. Die Polizei ermittelt jetzt, wie genau die Betrüger dabei vorgegangen sind.1
Laut Polizei Märkischer Kreis ist genau das ein Trick, der in letzter Zeit häufiger auftaucht: Wer bei Google nach einer Hotline-Nummer sucht, landet nicht immer bei der echten Firma, sondern manchmal in einer perfekt nachgebauten Fake-Umgebung.1 Die Betrüger bauen Webseiten, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sehen, und bieten den „persönlichen Service“, den sich viele Kunden im KI-Zeitalter einfach wünschen – lieber ein echter Mensch am Telefon als ein nerviger Chatbot.1
Die gleiche Masche gibt’s übrigens nicht nur bei Online-Shops, sondern auch bei Reiseveranstaltern oder Fluglinien, zum Beispiel wenn’s um Umbuchungen geht.1 Der Unterschied zur echten Hotline: Am Ende bekommt man nichts – man zahlt nur drauf.
Neben der Betrugsmasche beschäftigt die Polizei im Märkischen Kreis noch ein zweiter Fall aus Neuenrade: Schrottsammler sollen dort am Dienstag gegen 14 Uhr in der Langen Gasse einen Tresor gestohlen haben.1 Während einer der Männer im Keller mit dem Bewohner einen alten Ofen begutachtete, soll der zweite Täter den kleinen Tresor einfach mitgenommen haben – der Bewohner hat’s erst später gemerkt.1
Die Unbekannten waren mit einem weißen Transporter mit roter Aufschrift unterwegs. Einer der Täter wird auf 45 bis 50 Jahre geschätzt, ist etwa 1,70 Meter groß und kräftig gebaut mit kurzen, schwarzen Haaren. Sein Begleiter ist jünger, schlanker und größer. Die Polizei sucht Zeugen, die den Transporter am Dienstag in Neuenrade gesehen haben – unter der Nummer 02392/9399-0.1
Damit dir nicht das Gleiche passiert wie der Neuenraderin, hat die Polizei ein paar klare Tipps parat:
Und falls doch mal eine Abbuchung komisch aussieht: Sofort die Bank kontaktieren! Manchmal lässt sich der Transfer noch stoppen.1 Also, augen auf beim nächsten Hotline-Anruf – lieber einmal zu misstrauisch als einmal zu blauäugig.
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