Ein Radlader stürzte in Bochum-Wiemelhausen vier Meter tief in eine Baugrube. Rund 40 Einsatzkräfte retteten den Fahrer mit Drehleiter und Korbtrage.
Krasser Einsatz für die Feuerwehr Bochum am Dienstagmittag: Gegen 13 Uhr ging ein Notruf aus der Charlottenstraße in Wiemelhausen ein. Auf einem Baufeld soll ein Radlader aus bisher unklaren Gründen in eine Baugrube gestürzt sein1. Klingt erstmal nach einem kleinen Missgeschick, war aber ein waschechter Tiefbauunfall mit großem Rettungsaufgebot.
Als die ersten Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Weitmar und Stadtmitte an der Einsatzstelle ankamen, bestätigte sich das ganze Ausmaß: Der Radlader war rund vier Meter tief gestürzt und kopfüber in der Grube liegengeblieben. Der Fahrer saß zu dem Zeitpunkt noch in der Kabine der Maschine1.
Die gute Nachricht zuerst: Der Fahrer konnte noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr aus der Kabine befreit werden1. Trotzdem war damit längst nicht Schluss mit der Arbeit für die Einsatzkräfte. Als Erstes wurde ein gesicherter Zugang in die Baugrube geschaffen, damit überhaupt jemand gefahrlos ran konnte.
Parallel dazu musste die ca. 4,4 Tonnen schwere Baumaschine gesichert werden – immerhin kein kleiner Brocken, der da kopfüber in der Grube lag. Mit Stabilisierungsstützen an den Seiten des Radladers wurde verhindert, dass noch mehr passiert. Außerdem wurden auslaufende Betriebsstoffe direkt aufgefangen, damit nichts ins Erdreich gelangt1.
Der verletzte Fahrer wurde zunächst notärztlich versorgt. Für die eigentliche Rettung aus der Grube brauchte es dann nochmal eine ganz andere Hausnummer: In enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst und den extra alarmierten Höhenrettern der Feuerwehr Bochum wurde die Person mittels Korbtrage und Drehleiter aus der Baugrube geholt1. Unter ständiger Begleitung von Rettungsdienst und Höhenrettung ging das zum Glück zügig über die Bühne.
Im Anschluss wurde der verunfallte Fahrer in ein Bochumer Krankenhaus gebracht1.
Damit die Rettungsaktion so reibungslos ablaufen konnte, waren jede Menge Leute im Einsatz: Insgesamt rund 40 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Weitmar, Stadtmitte und Werne, dazu die Höhenretter der Feuerwehr Bochum aus Wattenscheid sowie der Rettungsdienst1. Ein ordentliches Aufgebot für einen Einsatz, der schnell hätte eskalieren können.
Was genau zu dem Absturz des Radladers geführt hat, ist aktuell noch völlig offen. Die Polizei und das Amt für Arbeitsschutz haben jetzt die Ermittlungen zur Unfallursache übernommen1. Bis die Ergebnisse da sind, bleibt erstmal nur festzuhalten: Zum Glück konnte der Fahrer gerettet werden und der Einsatz ist glimpflich ausgegangen, so gefährlich wie die Situation auf den ersten Blick aussah.
Der Tiefbauunfall in Wiemelhausen zeigt mal wieder, wie schnell auf Baustellen etwas richtig gefährlich werden kann – und wie wichtig ein eingespieltes Team aus Feuerwehr, Rettungsdienst und Höhenrettung in solchen Momenten ist. Wir bei Antenne NRW halten euch auf dem Laufenden, sobald es neue Infos zur Unfallursache gibt.
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