Rhein-Derby in Köln: Die Polizei setzt erstmals auf die neue Stadionallianz NRW. Alle Infos zu Sicherheit, Gefährderansprachen und Anreise-Tipps für Fans.
Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit: Der 1. FC Köln empfängt Borussia Mönchengladbach zum Rhein-Derby – Anpfiff ist um 15.30 Uhr im RheinEnergieSTADION.1 Klar, dass bei so einem Kracher nicht nur die Fans am Start sind, sondern auch die Polizei Köln schon seit Tagen auf Hochtouren plant. Das Spiel gilt nämlich offiziell als Risikobegegnung, und da heißt es: gut vorbereitet sein.1
Richtig spannend wird’s, weil die Polizei Köln beim Derby zum ersten Mal auf die frisch aufgefrischte Stadionallianz NRW setzt.1 Was steckt dahinter? Im Juli diesen Jahres haben sich das Innenministerium NRW, die Vereine der ersten drei Profiligen, die Polizei NRW und die Bundespolizei zusammengetan und ihre Zusammenarbeit nochmal richtig aufpoliert.1 Ziel: frühzeitige Abstimmung, klare Zuständigkeiten und gemeinsame Verantwortung für die Sicherheit rund ums Spiel.1
Die Rollenverteilung bleibt dabei easy erklärt: Die Vereine kümmern sich mit ihren Ordnungsdiensten, Fanbeauftragten und Sicherheitsbeauftragten um die Veranstaltungssicherheit im Stadion. Die Polizei ist für Gefahrenabwehr und Strafverfolgung zuständig.1 Durch diese klare Trennung kann die Polizei ihren Kräftebedarf noch gezielter planen.1
Einsatzleiterin Mareike de Valck bringt’s auf den Punkt: Die Polizei Köln arbeitet jetzt noch enger mit dem 1. FC Köln, der Stadt, der Bundespolizei und den Fanorganisationen zusammen. Auch wenn weniger Einsatzkräfte vor Ort sind, kann man trotzdem auf spontane Entwicklungen reagieren – damit alle friedlichen Fans ein spannendes und sportliches Rhein-Derby genießen können.1 Ihr Fazit: Die Polizei tritt bei Fußballspielen mehr in den Hintergrund, jetzt liegt der Ball im Feld der Fußballanhänger selbst.1
Auch 1. FC Köln-Geschäftsführer Philipp Türoff findet klare Worte: Das Derby lebt von Emotionen, Leidenschaft und sportlicher Rivalität. Hauptaugenmerk ist es, gemeinsam ein stimmungsvolles und sicheres Fußballfest für alle Fans im RheinEnergieSTADION zu organisieren.1 Die neuen Stadionallianzen setzen stark auf Eigenverantwortung der Clubs und Fans – ein Vertrauensvorschuss, dem der FC verantwortungsvoll gerecht werden will.1
Am Spieltag hat die Polizei Köln besonders die An- und Abreisewege sowie bekannte Treffpunkte der Fans im Blick. Bei konkreten Gefahren oder Straftaten wird konsequent eingeschritten.1 Mareike de Valck macht klar: Trotz aller Emotionen gibt es eine gemeinsame Verantwortung dafür, dass aus sportlicher Rivalität keine Gewalt wird.1
Konkret heißt das: Stadionverbote, Platzverweise, Bereichsbetretungsverbote, Allgemeinverfügungen oder Meldeauflagen sind zentrale Instrumente gegen bekannte Störer.1 Die Polizei Köln hat bereits gegen acht Angehörige der Kölner Fanszene sowie gegen drei Mönchengladbacher Fußballanhänger Bereichsbetretungs- und Aufenthaltsverbote für den Spieltag ausgesprochen. Weitere 50 Kölner Anhänger erhielten im Vorfeld eine Gefährderansprache.1
Wer zum Spiel will, sollte sich auf Verkehrsstörungen und zeitweise Sperrungen rund ums RheinEnergieSTADION sowie auf den An- und Abreisewegen einstellen – das zu erwartende Verkehrsaufkommen ist nämlich hoch.1 Die Polizei Köln empfiehlt deshalb klar: Nutzt möglichst den öffentlichen Personennahverkehr, um stressfrei zum Derby zu kommen.1
Für alle, die am Spieltag noch Fragen haben: Die Pressestelle der Polizei Köln ist ab 12 Uhr für Medienvertreter unter der Nummer 0221-229-2026 erreichbar.1 Also, schnappt euch euer Trikot, plant eure Anreise clever und dann kann das Rhein-Derby kommen!
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