Herbstferien in NRW starten mit viel Stau: Der ADAC verrät, wann du am besten tankst und welche Autobahnen du meiden solltest, um entspannt ans Ziel zu kommen.
Die Herbstferien in NRW starten am Wochenende vom 16. bis 18. Oktober – und damit auch die nervige Staurealität auf den Autobahnen. Der ADAC rechnet mit richtig viel Verkehr, vor allem am Freitagnachmittag zwischen 14 und 18 Uhr, wenn Berufspendler und Urlauber gleichzeitig unterwegs sind. Wenn du also Freitag losfahren musst, dann lieber morgens früh raus oder die Abfahrt auf den Abend beziehungsweise aufs Wochenende verschieben. Das bringt deutlich weniger Stress.
Samstag und Sonntag wird es auf den NRW-Autobahnen etwas entspannter, dafür ist dann woanders mehr los: Richtung Küste müssen Urlauber vor allem in den Großräumen Bremen und Hamburg mit längeren Staus rechnen. ADAC Verkehrsexperte Prof. Dr. Roman Suthold rät deshalb: Stoßzeiten meiden, antizyklisch fahren und genug Zeit plus Pausen einplanen – das ist laut ADAC nach wie vor der beste Tipp für eine entspannte Reise.
Stau-Hotspots bleiben wie gewohnt der Kölner Autobahnring und das Ruhrgebiet, speziell rund um Oberhausen/Duisburg am Kreuz Kaiserberg sowie Bochum/Herne/Recklinghausen. Die höchste Staugefahr erwartet der ADAC auf der A1, A2, A3 und A4. Aber auch A40, A42, A43, A45 und A57 gelten als kritisch. Zusätzlich kommen bundesweit rund 1100 Autobahnbaustellen dazu, davon knapp 530 allein in NRW. Am ersten Ferienwochenende wird laut ADAC die A43 bei Bochum zwischen Kreuz Bochum und Bochum-Riemke komplett gesperrt, dazu Vollsperrungen auf der A40 bei Mülheim und der A3 zwischen Kreuz Breitscheid und Kreuz Oberhausen-West.
Wie der Spiegel unter Berufung auf den ADAC berichtet, haben am Wochenende gleich elf Bundesländer zeitgleich Ferien – darunter Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, NRW und Sachsen-Anhalt. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland enden die Herbstferien dagegen gerade, weshalb zusätzlich Rückreiseverkehr dazukommt. Laut Spiegel ist am Freitag zwischen 13 und 19 Uhr rund um die Ballungsräume besonders viel los, am Samstag dann vor allem auf den Fernreiserouten Richtung Alpen, Mittelmeer und Küsten. Ab Sonntagnachmittag setzt laut Bericht der Rückreiseverkehr ein, dazu kommen bei schönem Wetter noch Tagesausflügler auf den Nebenstrecken.
Und jetzt zum eigentlichen Hack: Wenn du beim Tanken sparen willst, solltest du laut ADAC nach Möglichkeit am Vortag kurz vor 12 Uhr tanken – denn dann sind die Spritpreise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr ziehen die Preise nämlich meist stark an und fallen danach nur langsam wieder. Zusätzlich lohnt sich der Blick in Preisvergleichs-Apps.
Musst du während der Fahrt nachtanken, empfiehlt der ADAC, die Autobahn zu verlassen und die nächste Tankstelle oder den Autohof direkt nach der Ausfahrt anzusteuern. Laut einer ADAC-Stichprobe lassen sich so teilweise mehr als 40 Cent pro Liter sparen – das ist bares Geld, das du lieber für den Urlaub selbst ausgeben kannst. Geht die Reise ins Ausland, lohnt sich laut ADAC außerdem ein Preisvergleich jenseits der Grenze.
Wer mit dem Elektroauto unterwegs ist, sollte den Akku schon vor der Abfahrt vollladen und längere Strecken samt Ladestopps vorab planen. Der ADAC rät dazu, nicht nur die Verfügbarkeit von Ladesäulen zu checken, sondern auch die Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen – gerade beim Schnellladen können die Kosten je nach Tarif stark schwanken. Wer flexibel ist, meidet am besten stark frequentierte Ladeparks direkt an der Autobahn und schaut sich auch nach Lademöglichkeiten abseits der Hauptrouten um. Ein Plan B für den Fall, dass die gewünschte Säule besetzt oder defekt ist, gehört ebenfalls dazu. Bei Auslandsreisen lohnt sich vorab ein Check, ob Ladekarte oder App auch im Zielland funktionieren.
Egal ob mit Verbrenner oder E-Auto – wer ein bisschen vorausplant, kommt stressfreier und günstiger durch die Herbstferien. Stoßzeiten meiden, Tankzeitpunkt klug wählen und bei Stau nicht ohne Grund auf Landstraßen ausweichen: Laut ADAC bringt das nämlich nur selten einen Vorteil und lohnt sich erst ab Staus von mehr als zehn Kilometern oder bei Vollsperrung. Wichtig bleibt außerdem: Sobald der Verkehr stockt, muss eine Rettungsgasse gebildet werden – wer das nicht macht, riskiert Bußgelder bis zu 320 Euro, Punkte in Flensburg und sogar ein Fahrverbot.
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