Am 22. Oktober 2026 trifft sich OWL beim Circular Economy Innovationsforum in Detmold – mit Keynotes, Best Practices und viel Austausch zur Kreislaufwirtschaft.
Rohstoffe werden knapper, Lieferketten unsicherer und die Vorschriften komplizierter – Unternehmen in OWL stehen vor echten Herausforderungen. Genau hier setzt das zweite Circular Economy Innovationsforum an, das laut Angaben von Umweltwirtschaft.NRW am 22. Oktober 2026 von 14 bis 17:30 Uhr im LWL-Museum Hellerlecht in Detmold stattfindet. Der Clou: Geschichte trifft auf Zukunft, denn das Freilichtmuseum mit dem Krummen Haus bietet die Kulisse für eine Veranstaltung, die zeigen will, wie Kreislaufwirtschaft konkret funktionieren kann.
Beim Innovationsforum treffen sich laut VDI OWL die Köpfe hinter der Transformation in Ostwestfalen-Lippe. Im Fokus stehen vier Themenfelder: zukunftsfähiges Lieferkettenmanagement, Qualifizierung von Fach- und Führungskräften, nachhaltige Bauwende sowie Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Geboten werden Keynotes, Paneldiskussionen und Best Practices, bei denen sich Unternehmen, Wissenschaft, Politik und regionale Initiativen vernetzen können. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Das Event ist Teil der Initiative CirQualityOWL plus, die mit Mitteln der Europäischen Union kofinanziert und vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt wird.
Wer wissen will, was ihn erwartet, kann einen Blick auf die erste Ausgabe werfen: Das erste Circular Economy Innovationsforum fand am 23. September 2025 in der WissensWerkStadt Bielefeld statt. Wie der VDI OWL berichtet, brachte Norbert Reichl, Geschäftsführer der Food-Processing Initiative e.V. und Konsortialleiter von CirQualityOWL plus, die Botschaft damals auf den Punkt: Nachhaltiges Wirtschaften gelinge nur gemeinsam, jeder Beitrag zähle.
Ein Highlight war die Keynote von Prof. Dr. Simone Kauffeld von der TU Braunschweig, die zeigte, warum nachhaltige Innovationen oft nicht an der Technik scheitern, sondern an menschlichen Routinen. Unternehmen wie die Hermann Bock GmbH, die Delius Holding GmbH, die DERMARIS GmbH und die Emottech GmbH stellten ihre Wege in die zirkuläre Transformation vor – von strategischer Neuausrichtung über nachhaltigere IT-Strukturen bis hin zu Kreislaufwirtschaft im Handwerk.
Dass Kreislaufwirtschaft längst in der Praxis ankommt, zeigt auch ein weiteres Beispiel aus dem CirQualityOWL-plus-Netzwerk: Beim Circular Economy Unternehmensaustausch bei der Oskar Lehmann GmbH & Co. KG in Blomberg ging es laut VDI OWL darum, wie hochwertige Kunststoffrezyklate entstehen und wieder in technische Anwendungen zurückgeführt werden können. Das Familienunternehmen verarbeitet seit über 60 Jahren thermoplastische Kunststoffe und setzt zunehmend auf Recyclingmaterialien – etwa beim Kabelkanal KUBA, der bereits aus Rezyklat besteht.
Auch innovative Sortiertechnologien spielten eine Rolle: Mit einem speziellen Sink-Schwimmverfahren lassen sich unterschiedliche Kunststoffe präzise trennen und zu hochwertigen Rezyklaten aufbereiten. Das Fazit der Veranstaltung: Geschlossene Kunststoffkreisläufe schaffen nicht nur ökologische Vorteile, sondern eröffnen auch neue Chancen für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.
Egal ob Lieferkettenmanagement, Qualifizierung oder Recycling – CirQualityOWL plus lädt Unternehmen und Interessierte ausdrücklich ein, sich einzubringen und gemeinsam nachhaltige Lösungen für die Region zu entwickeln. Wer beim Innovationsforum im Oktober 2026 dabei sein will, findet die Agenda und die Anmeldung über die Projektseite von CirQualityOWL plus.
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