Benedikt Duda und Nina Mittelham holen EM-Gold im Mixed-Tischtennis: Nach einem Fünf-Satz-Krimi gegen Frankreich steht der Titel in Ljubljana fest.
Was für ein Fight! Benedikt Duda und Nina Mittelham haben bei der Tischtennis-EM in Ljubljana das Mixed-Finale gewonnen und sich damit Gold gesichert. Im Endspiel gegen die Franzosen Alexis Lebrun und Charlotte Lutz setzten sich die beiden Deutschen nach fünf hochklassigen Sätzen mit 17:15 im Entscheidungssatz durch. Für Mittelham ist es laut tischtennis.de bereits der zweite EM-Titel im gemischten Doppel, nachdem sie 2021 in Warschau schon einmal ganz oben auf dem Treppchen stand.
Dass die beiden überhaupt im Endspiel standen, hatten sie sich hart erarbeitet. Im Halbfinale bezwangen Duda und Mittelham die Weltranglisten-Zwölften Eduard Ionescu und Bernadette Szöcs aus Rumänien mit 3:0. Die ersten beiden Sätze gingen klar an die Deutschen, mit 11:8 und 11:4. Im dritten Durchgang führten Duda/Mittelham bereits komfortabel mit 7:3, ehe die Rumänen noch einmal zurückkamen und auf 7:6 verkürzten. Es wurde richtig eng: Beim Stand von 10:7 und 12:11 vergab das deutsche Duo insgesamt vier Matchbälle, bei 10:11 musste sogar ein Satzball der Rumänen abgewehrt werden. Am Ende behielten Duda und Mittelham mit 14:12 die Nerven und zogen damit ins Finale ein.
„Wir haben heute sehr, sehr gut gespielt. Nina hat wieder super Rückschläge gespielt. Ich bin aktiv gut nachgegangen“, so beschrieb Duda nach dem Halbfinale das Zusammenspiel laut tischtennis.de. Mittelham hatte an diesem Tag übrigens schon vorher ordentlich ranklotzen müssen: Gemeinsam mit Annett Kaufmann hatte sie am Vormittag im Damen-Doppel mit einem 3:1-Erfolg gegen die Serbinnen Izabela Lupulesku und Sabina Surjan das Halbfinale erreicht und damit eine weitere deutsche Medaille gesichert.
Wie myTischtennis.de berichtet, blieben Duda und Mittelham auf dem Weg ins Finale über drei Runden hinweg komplett ohne Satzverlust. Im Achtelfinale bezwangen sie mit Alvaro Robles und Maria Xiao sogar die amtierenden Europameister mit 3:0, im Viertelfinale setzten sie sich gegen die moldauische Paarung Vladislav Ursu und Alexandra Chiriacova ebenfalls deutlich durch. Diese Serie unterstreicht, wie stark das deutsche Duo bei dieser Europameisterschaft aufgetreten ist.
Die französische Paarung Alexis Lebrun und Charlotte Lutz hatte sich ihrerseits erst in einem echten Fünf-Satz-Drama für das Finale qualifiziert. Gegen die Schweden Kristian Karlsson und Christina Källberg setzten sie sich mit 3:2 durch, nachdem die Schweden zwischenzeitlich mit 2:1 geführt hatten. Ionescu/Szöcs und Karlsson/Källberg mussten sich am Ende mit Bronze zufriedengeben, denn bei der Tischtennis-EM gibt es kein eigenes Spiel um Platz drei.
Das Mixed-Gold war längst nicht der einzige Lichtblick für das deutsche Team in Ljubljana. Auch im Herren- und Damen-Einzel sowie in den Doppelwettbewerben zeigten mehrere DTTB-Athletinnen und Athleten starke Leistungen. Insgesamt waren sieben Herren und fünf Damen für Deutschland bei der EM im Einsatz, dazu kamen vier Doppelpaarungen bei den Herren und Damen sowie zwei Mixed-Paarungen. Neben Duda und Mittelham ging auch die Kombination Patrick Franziska und Annett Kaufmann im Mixed an den Start.
Für Nina Mittelham bedeutete der Finaltag eine echte Doppelbelastung: Neben dem Mixed-Finale stand für sie und Kaufmann auch im Damen-Doppel noch das Halbfinale gegen die Polinnen Anna Brzyska und Zuzanna Wielgos auf dem Programm.
Mit dem Gold im Mixed krönten Benedikt Duda und Nina Mittelham eine beeindruckende Turnierwoche in Ljubljana. Nach einem dominanten Halbfinale mit Herzschlagfinale gegen Rumänien setzten sie sich im Finale gegen starke französische Gegner in einem Fünf-Satz-Krimi durch – ein Titel, der nach einer Serie ohne Satzverlust in den Runden zuvor hochverdient war.
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