Die 2. Gruselkulturnacht in Neuss verwandelte neun Kultureinrichtungen in schaurig-schöne Orte für Kids. Alle Highlights und Aktionen im Rückblick.
Halloween-Stimmung mal anders: Am Freitag, den 16. Oktober 2026, verwandelten sich gleich neun Neusser Kultureinrichtungen in schaurig-schöne Orte voller Kunst, Musik, Theater und Geschichte. Von 17 bis 22 Uhr öffneten sie ihre Türen für die 2. Gruselkulturnacht, wie die Stadt Neuss mitteilt. Das Motto war klar: Gänsehaut garantiert. Und zwar nicht nur zum Zuschauen, sondern vor allem zum Mitmachen.
Die Veranstaltung richtete sich an junge Menschen zwischen 10 und 14 Jahren und war Teil des Projekts „Kulturrucksack NRW“, einem Kooperationsprogramm zur kulturellen Bildung von Land, Kommunen und Kultureinrichtungen. Das Beste daran: Alle Angebote waren kostenfrei, Vorkenntnisse brauchte niemand. Auch für Eltern, die ihre Kids begleitet haben, gab’s ein eigenes Alternativprogramm.
Die Bandbreite der Aktionen konnte sich sehen lassen. Im Clemens Sels Museum Neuss warteten eine gruselige Märchenführung, eine Gespensterjagd durch die Sammlung und eine Halloween-Druckwerkstatt. Im Rheinischen Schützenmuseum ging’s auf Geisterjagd, dazu gab’s eine Tanzaktion, Gruselkino und kreative Workshops.
Auch das Rheinische Landestheater Neuss machte mit: Bei einer Gruselschmink- und Bastelaktion konnten sich die Teilnehmer/nnen in Pirat/nnen und Meermonster verwandeln, bevor es durch den Grusel-Parcours „Atlantis – Die verschollene Insel“ ging. Zum Ausklang sorgten die „Slash-Ice & Ghost-Dance Disco“ mit DJ Kevin und eine Chill-out-Area für einen entspannten Abschluss.
Musikalisch war ebenfalls einiges geboten: Die Musikschule Neuss lud zu einem musikalischen Escaperoom ein. Laut familienhopper.de war die Städtische Musikschule Neuss mit eigenem Programm Teil der Gruselkulturnacht. Die Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein sorgte mit einer Lesung von Cornelia Funkes „Gespensterjäger“ inklusive Live-Musik für schaurig-schöne Momente. Im Theater am Schlachthof entstanden leuchtende Stoffmonster und magische Schwarzlicht-Fotografien.
Auch im Kulturforum Alte Post konnten eigene Gruselrequisiten, Masken und Kostüme gestaltet werden. Im Tanzraum Neuss durften sich die jungen Gäste bei „Verflucht, verhext, vertanzt“ tänzerisch austoben. Und im Stadtarchiv wurde es besonders kreativ: Bei „Upcycle your nightmares“ entstand individuelle Halloween-Deko, bei „Post aus dem Jenseits“ wurden geheime Botschaften verfasst und bei „Hexen, Räuber & Nachtgestalten“ konnten Siegel und Wappen gestaltet werden.
Die Idee dahinter: Kultur spielerisch und unmittelbar erlebbar machen. Die jungen Besucher/nnen konnten zwischen den verschiedenen Orten wechseln, unterschiedliche Kultursparten kennenlernen und dabei selbst aktiv werden – ganz ohne Druck oder Vorwissen.
Die 2. Gruselkulturnacht in Neuss hat gezeigt, wie vielseitig Kultur sein kann, wenn man sie mit einer Prise Grusel und jeder Menge Kreativität verbindet. Neun Institutionen, unzählige Mitmach-Aktionen und ein kostenfreies Angebot für Kids – das war definitiv mehr als nur Kürbisse schnitzen. Wer beim nächsten Mal dabei sein will, sollte die Augen offen halten, wenn’s wieder Richtung Halloween geht.
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