Nur Stunden nach den Schüssen in Köln trifft es jetzt Brühl: Auf ein Wohn- und Geschäftshaus wurde geschossen. Alle Infos zur Schuss-Serie im Rheinland.
Die Nacht zum Sonntag hatte es in sich: Nur wenige Stunden nachdem in Köln geschossen wurde, meldeten auch Anwohner in Brühl laute Knallgeräusche bei der Polizei. Was zunächst nach einem harmlosen Böller klang, entpuppte sich am Morgen als waschechter Tatort.1
Laut einem Sprecher der Polizei Rhein-Erft-Kreis wurden im Bereich eines Wohn- und Geschäftshauses in der Brühler Innenstadt tatsächlich Projektile sichergestellt. Die Einsatzkräfte, die in der Nacht ausrückten, konnten vor Ort zunächst nichts feststellen – Schussgeräusche-Meldungen stellen sich schließlich öfter mal als Böller oder Ähnliches heraus. Diesmal war’s aber bitterer Ernst.1
Erst im Laufe des Vormittags wurde klar, was wirklich passiert war: Der Hausbesitzer bemerkte mehrere Beschädigungen an seinem Gebäude. Nach aktuellem Stand wurde offenbar nur auf das Erdgeschoss geschossen, wie oft genau, ist aber noch unklar. Die Tatzeit soll zwischen Mitternacht und 1 Uhr liegen.1
Die Polizei in Brühl hat ihre Kölner Kolleginnen und Kollegen bereits informiert – kein Wunder, denn dort reißt die Serie an nächtlichen Schüssen einfach nicht ab.1
Wie wir bereits in einem früheren Beitrag berichtet haben, hatte die Kölner Polizei erst in der Nacht zu Samstag zwei Schuss-Vorfälle zu bearbeiten: Erst wurde auf ein Wohnhaus in Merkenich geschossen, Einschusslöcher waren die Folge, verletzt wurde zum Glück niemand. Eine Stunde später ging’s weiter in Rodenkirchen, dort traf es ein Restaurant. In beiden Fällen flüchteten jeweils zwei Verdächtige – einmal zu Fuß, einmal auf E-Scootern.2
Jetzt also Brühl, nur einen Steinwurf von Köln entfernt. Ob die Taten miteinander zusammenhängen, ist bislang offen. Fest steht aber: Innerhalb weniger Stunden gab es gleich drei Vorfälle mit Schusswaffen in der Region – das sorgt verständlicherweise für Unruhe bei den Anwohnern.1
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. In Köln sucht die Polizei weiterhin nach Zeugen, die Hinweise zu den geflüchteten Männern geben können. Auch in Brühl dürfte es jetzt darum gehen, Spuren zu sichern und mögliche Verbindungen zu den Kölner Taten zu prüfen. Klar ist: Bis die Hintergründe geklärt sind, bleibt die Lage im Rheinland angespannt.12
Solltet ihr in der Nähe der Tatorte etwas Verdächtiges beobachtet haben, lohnt sich definitiv ein Anruf bei der Polizei – jeder Hinweis kann helfen, die Serie aufzuklären.
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