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E-Scooter-Fahrer verletzt Fußgängerin und fährt einfach weiter
20. Oktober 2026

Fußgängerin in Euskirchen nach Unfall mit E-Scooter verletzt, Fahrer flüchtet. Polizei sucht Zeugen – plus aktuelle Unfallstatistik für den Kreis Euskirchen.

Unfallflucht in Euskirchen: Frau nach Zusammenstoß mit E-Scooter verletzt

Am Samstag, den 17.10.2026, ist gegen 10 Uhr im Bereich Keltenring / In den Herrenbenden in Euskirchen eine Fußgängerin bei einem Verkehrsunfall verletzt worden. Wie die Polizei Euskirchen mitteilt, wurde die Frau von einem E-Scooter-Fahrer beim Überholen berührt, der sich in die gleiche Richtung bewegte. Durch die Berührung kam die Frau zu Fall und zog sich Verletzungen im Gesichtsbereich zu.

Statt sich um die verletzte Fußgängerin zu kümmern, machte sich der E-Scooter-Fahrer einfach aus dem Staub. Angaben zu seiner Identität liegen der Polizei bislang nicht vor. Jetzt hofft sie auf Zeugen, die am Samstagvormittag etwas beobachtet haben.

Polizei bittet um Hinweise

Wer den Unfall gesehen hat oder Hinweise zum bislang unbekannten E-Scooter-Fahrer geben kann, soll sich bei der Polizei Euskirchen melden – entweder telefonisch unter 02251 799-0 oder per Mail an poststelle.euskirchen@polizei.nrw.de. In dringenden Fällen gilt natürlich immer der Polizeinotruf 110.

Unfallflucht ist in Euskirchen leider kein Einzelfall

Dass sich jemand einfach aus dem Staub macht, ist im Kreis Euskirchen offenbar keine Seltenheit mehr. Laut der aktuellen Verkehrsunfallstatistik, die die Kreispolizei Euskirchen vorgestellt hat, gab es 2025 ganze 1146 Fälle von Unfallflucht – und das sogar bei 65 Unfällen mit Verletzten. Landrat Markus Ramers nennt diese Entwicklung „erschreckend“. Immerhin: Die Aufklärungsquote stieg im gleichen Zeitraum auf 507 Fälle.

Auch beim Thema E-Scooter zeigt die Statistik einen klaren Trend nach oben. Laut Polizeirätin Annika Meister, Direktionsleiterin Verkehr der Kreispolizei, wurde 2025 mit 34 Verletzten – darunter fünf Kindern – eine neue Höchstmarke bei E-Scooter-Unfällen erreicht. Zwar sind die Fallzahlen im eher ländlich geprägten Kreisgebiet insgesamt noch überschaubar, was laut Meister auch daran liegen könnte, dass die Akkus der kleinen Flitzer im bergigen Gelände schneller schlappmachen. Trotzdem: Der Trend zeigt deutlich, dass E-Scooter-Unfälle auch abseits der Großstädte zum Thema werden.

Die Gesamtbilanz 2025: Weniger Tote, aber mehr Verletzte

Insgesamt zeichnet die Statistik für den Kreis Euskirchen ein gemischtes Bild. Die Zahl der Verkehrstoten sank 2025 deutlich auf zehn Personen – nach 22 im sogenannten „Schreckensjahr“ 2024. Gleichzeitig stieg aber die Zahl der Unfälle mit Verletzten von 586 auf 638, und auch insgesamt wurden mehr Menschen verletzt: 830 statt 774 im Vorjahr.

Landrat Ramers appelliert in diesem Zusammenhang an die Eigenverantwortung aller Verkehrsteilnehmer: Alkohol, überhöhte Geschwindigkeit oder Ablenkung durchs Handy seien Faktoren, die jeder selbst in der Hand habe. Besonders häufig betroffen sind laut Polizei junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren, aber auch die Altersgruppe Ü65 steht im Fokus der Präventionsarbeit – unter anderem wegen der wachsenden Zahl an Pedelec-Nutzern.

Der aktuelle Fall aus Euskirchen zeigt jedenfalls, wie schnell aus einer kurzen Unachtsamkeit beim Überholen ein ernster Unfall werden kann. Und wie wichtig es ist, dass Zeugen sich melden, damit solche Fälle nicht einfach unaufgeklärt bleiben.

Quellen


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