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Tankrabatt im Check: Benzin profitiert voll, Diesel hinkt hinterher
22. Oktober 2026

Tankrabatt im Check: Bei Benzin kommt die Entlastung fast komplett an, bei Diesel fehlen laut ifo Institut rund drei Cent pro Liter. Alle Infos hier.

Was bringt der Tankrabatt wirklich an der Zapfsäule?

Seit dem 1. Oktober gibt’s wieder den Tankrabatt – aber kommt das Geld auch wirklich bei euch an? Laut dem ifo Tankrabatt-Tracker ist die Antwort: kommt drauf an, was ihr tankt. Bei Benzin läuft’s richtig gut, bei Diesel hakt’s noch ein bisschen.

Super E5 und Super profitieren fast komplett

Das ifo Institut hat sich die Spritpreise der letzten sieben Tage genauer angeschaut und mit Frankreich verglichen, wo es keinen Tankrabatt gibt. Das Ergebnis: Bei Superbenzin wurde die Steuersenkung von 17 Cent pro Liter nahezu komplett an die Autofahrer weitergegeben. Bei Super E5 kamen sogar die vollen 17 Cent an. Bei Super E10 waren es 16 Cent. Klingt also erstmal nach einer guten Nachricht für alle, die Benzin tanken.

Diesel bleibt deutlich zurück

Anders sieht’s beim Diesel aus. Hier wurden von den 17 Cent nur rund 14 Cent tatsächlich weitergereicht, wie das ifo Institut mitteilt. Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Finanzwissenschaft, erklärt dazu, dass sich bei Diesel die Erfahrung des letzten Tankrabatts wiederhole. Schon im Mai und Juni sei die Weitergabe bei Diesel hinter den von der Regierung versprochenen 17 Cent zurückgeblieben.

Neumeier weist außerdem darauf hin, dass es seit dem Start des Tankrabatts am 1. Oktober immer wieder Lücken in der Weitergabe gegeben hat. Rechnet man das Ganze zusammen, kommt man auf rund 16 Cent bei E5 und jeweils nur 14 Cent bei Diesel und E10. Macht am Ende also einen spürbaren Unterschied, je nachdem, was ihr tankt.

So funktioniert der Tankrabatt-Tracker

Damit ihr wisst, woher die Zahlen kommen: Das ifo Institut macht solche Berechnungen schon seit 2022 und hat die Methode für die aktuellen Auswertungen im Mai, Juni und ab Oktober nochmal wissenschaftlich überprüft. Verglichen werden die Benzinpreise aus Deutschland mit denen aus Frankreich, wo es keinen vergleichbaren Rabatt gibt. Als Datenbasis dienen Zahlen der Markttransparenzstelle des Bundeskartellamts sowie des französischen Wirtschaftsministeriums. Die Referenzperiode für den Vergleich sind die drei Wochen vor Einführung des Tankrabatts.

Die detaillierten Ergebnisse gibt’s übrigens jede Woche neu: Immer mittwochs ab 13 Uhr veröffentlicht das ifo Institut die aktuellen Zahlen auf Basis der täglichen Spritpreise vom Vortag.

Hintergrund: Warum gibt’s den Tankrabatt überhaupt wieder?

Die Bundesregierung hatte den Tankrabatt als Reaktion auf die stark gestiegenen Spritpreise im Zuge des Irankriegs wieder eingeführt. Im September hatte der Konflikt für Rekordpreise an den Zapfsäulen gesorgt, was die Inflationsrate laut Handelsblatt auf 3,3 Prozent hochschnellen ließ – den höchsten Stand seit fast drei Jahren.

Was heißt das für euch?

Fahrt ihr einen Benziner, könnt ihr euch freuen – hier kommt fast der komplette Rabatt bei euch an. Diesel-Fahrer schauen hingegen etwas in die Röhre, auch wenn ein Teil der Entlastung ankommt. Wer also gerade überlegt, wo er tankt, kann sich die wöchentlichen Updates vom ifo Institut anschauen, um zu sehen, wie sich die Weitergabe entwickelt.

Quellen


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