Der erste Herbststurm des Jahres hat Duisburg und Krefeld schwer getroffen: Bäume stürzten um, ein Pavillon landete auf dem Dach.
Am Freitagabend hat der erste richtige Herbststurm des Jahres Nordrhein-Westfalen erwischt. Wie der WDR in seinem Liveticker berichtet, wurden schwere Sturmböen mit bis zu 90 km/h gemessen, besonders stark traf es die Region Aachen, den Niederrhein und das Bergische Land. Erst nach Mitternacht sollten die Böen Richtung Niedersachsen abziehen, bevor am Wochenende bereits das nächste Tief für stürmische Böen sorgen sollte.
Die Feuerwehren im ganzen Land hatten alle Hände voll zu tun. Nach Angaben des WDR gab es allein im Kreis Viersen 17 Einsätze wegen Ästen und umgestürzten Bäumen, im Rhein-Kreis Neuss waren es 24. In Willich stürzte sogar der Mast eines Schützenfests um und fiel auf drei Autos, verletzt wurde dabei aber niemand. Auch in Aachen, Heinsberg, Düren, Essen, Gelsenkirchen, Bochum und Solingen mussten Einsatzkräfte wegen umgestürzter Bäume ausrücken.
Ganz besonders heftig traf es laut nonstopnews.de den Niederrhein. In Krefeld und Duisburg war die Feuerwehr seit den frühen Abendstunden im Dauereinsatz. Im gesamten Duisburger Stadtgebiet meldeten Anwohner umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste. Ein großer Baum stürzte in einem Wohngebiet nur knapp an geparkten Autos vorbei auf die Straße – dabei wurden eine Straßenlaterne und ein Verkehrsschild mit in die Tiefe gerissen. Die Einsatzkräfte mussten mit Kettensägen und viel Muskelkraft ausrücken, um die zahlreichen Gefahrenstellen zu beseitigen.
Auch in Krefeld hatte der Sturm für ein kurioses Bild gesorgt: Ein kompletter Gartenpavillon wurde von den Böen erfasst und landete auf einem Hausdach. Die Feuerwehr musste mit der Drehleiter anrücken, um die Überreste wieder herunterzuholen.
Während Duisburg mit den Sturmschäden kämpfte, war in der Stadt wenige Stunden zuvor noch ganz anderer Trubel angesagt: Im Stadion an der Westender Straße trafen MSV Duisburg und Viktoria Köln aufeinander. Wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben, trennten sich beide Teams 1:1 – Duisburg ging durch Conor Noß in Führung, Taylan Duman glich für Köln aus. Vor 25.228 Zuschauern blieb Viktoria Köln damit auf Tabellenplatz zwei, als Nächstes steht das Spiel gegen den SC Verl an.
Die Auswirkungen des Sturms reichten weit über Duisburg und Krefeld hinaus. Laut WDR war die Bahnstrecke der RB 51 zwischen Epe und Coesfeld wegen eines umgestürzten Baumes gesperrt, 33 Fahrgäste mussten über eine Notbrücke aus dem Zug evakuiert werden. Rund um Düsseldorf blockierten umgeknickte Bäume mehrere Autobahnauffahrten, unter anderem an der A40, A59, A1, A46, A540 und A516. In Meerbusch wurde eine Fußgängerin leicht verletzt, als sie unter einen umstürzenden Baum geriet, in Herdecke krachte ein Baum auf ein besetztes Auto – die Fahrerin blieb aber unverletzt.
Auch in Meinerzhagen gab es einen dramatischen Zwischenfall: Dort schlug ein Baum durch das Dach eines Wohnhauses und blieb im Kinderzimmer stecken. Verletzt wurde niemand, eine Spezialfirma entfernte den Baum, ein Dachdecker dichtete das Dach ab.
Der erste Herbststurm des Jahres hat NRW ordentlich durchgerüttelt und vor allem Duisburg und Krefeld schwer getroffen. Umgestürzte Bäume, beschädigte Straßenmöbel und ein verirrter Gartenpavillon zeigen, wie viel Kraft in den Böen steckte. Immerhin: Größere Verletzungen blieben trotz der zahlreichen Einsätze aus.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!