Nach dem ersten Sturmtief kommt direkt das nächste: NRW bleibt stürmisch, mit umgestürzten Bäumen, Bahnchaos und zahlreichen Feuerwehreinsätzen am Wochenende.
Kaum hatten sich die Gemüter beruhigt, ging’s schon weiter: Nachdem wir euch in einem früheren Beitrag schon vor Sturmböen bis 100 km/h und ordentlich Dauerregen gewarnt haben, legt NRW jetzt nochmal einen drauf. Das zweite Sturmtief ist über Nacht durchgezogen und hat wieder für richtig viel Wind und Regen gesorgt1.
Die Feuerwehren in ganz NRW hatten alle Hände voll zu tun. Allein in Bochum gab’s in der Nacht zum Sonntag 14 Einsätze – meistens mussten abgebrochene Äste oder umherfliegende Gegenstände gesichert werden. Essen meldete seit Samstagnachmittag sogar 60 sturmbedingte Einsätze, vor allem wegen abgeknickter Äste und umgefallener Bäume1. Vor allem ab Mitternacht gingen dort die Notrufe im Minutentakt ein.
Richtig heftig wurde es in Dortmund: Dort ist ein Baum auf ein Haus gekippt und musste mit einem Kran wieder entfernt werden. Bei rund 50 Einsätzen seit Samstagmittag blieb’s zum Glück bei Sachschäden, verletzt wurde niemand1.
Auch der Bahnverkehr hat den Sturm zu spüren bekommen. Zwischen Münster und Recklinghausen fiel bei Marl-Sinsen ein Baum in die Oberleitung – Züge mussten umgeleitet werden und waren rund 15 Minuten länger unterwegs. Auch auf der S2 zwischen Gelsenkirchen und Essen sowie auf der Strecke zwischen Bönen und Unna sorgten umgestürzte Bäume für Verspätungen1.
Schon am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag hatte das erste Sturmtief namens „Luise“ ordentlich Schäden angerichtet. Bäume und Äste krachten auf Straßen, Gehwege und Gebäude. Bei Weeze im Kreis Kleve knickte sogar ein ganzes Windrad um und stürzte auf ein Feld1. Genau diese Gefahrenlage hatten wir euch schon vorab angekündigt, als wir über Böen bis 100 km/h und Regenmengen von 30 bis 40 Litern pro Quadratmeter berichtet haben2.
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bleibt’s auch den Rest des Sonntags wechselhaft, mit starken bis stürmischen Böen zwischen 55 und 70 km/h. Zur Nacht hin sollen Wind und Schauer dann erstmal nachlassen1.
Ganz vorbei ist der Spuk aber nicht: Der Montag startet zunächst wolkig und trocken, zum Nachmittag soll’s aber wieder regnen – und auch stürmische Böen sind weiterhin nicht ausgeschlossen. Auch am Dienstag wird’s laut DWD-Experten erneut nass und teils böig1.
Lose Gegenstände im Garten oder auf dem Balkon solltet ihr also lieber nochmal checken – die Sturmsaison ist noch nicht vorbei. Haltet euch am besten über die DWD-Warnapp auf dem Laufenden, damit ihr nicht kalt erwischt werdet2. Und wenn ihr unterwegs seid: Ein Blick auf die Bahn-Verbindung lohnt sich aktuell definitiv, bevor ihr losfahrt.
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!