Bundespolizei stoppt an der A44 drei Schleusungen in nur drei Tagen – mit Behältnisschleusung und zwei festgenommenen Schleusern. Alle Details im Überblick.
Krasse Geschichte aus der Region: Die Bundespolizei hat an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden innerhalb von nur drei Tagen gleich drei Schleusungen beendet bzw. verhindert.1 Dabei war auch ein Fall mit einer sogenannten Behältnisschleusung – also eine Schleusung, bei der Menschen in einem Fahrzeug oder Laderaum versteckt transportiert wurden.1
Schon am Freitagmorgen kam es zu einer ziemlich abgefahrenen Situation: Eine Streife der Bundespolizei entdeckte auf dem Randstreifen der A44, zwischen dem Rastplatz Tunnel und Königsberg, drei Menschen aus Eritrea.1 Sie waren laut eigener Aussage auf der Ladefläche eines LKWs von Belgien nach Deutschland gefahren – eigentlich wollten sie aber weiter nach Großbritannien.1 Als sie merkten, dass der LKW die falsche Route nahm, machten sie sich auf deutscher Seite bemerkbar. Der überraschte Fahrer öffnete die Ladefläche, ließ die drei aussteigen und fuhr einfach weiter.1
Die Bundespolizei nahm die drei – einen 20-Jährigen und zwei Frauen im Alter von 23 und 25 Jahren – anschließend in Gewahrsam.1 Weil sie keine Ausweispapiere dabei hatten, gab’s eine Anzeige wegen unerlaubter Einreise. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung ging’s für sie zurück nach Belgien, von wo sie laut Ermittlungen eingereist waren.1 Der Schleuser ist bis jetzt noch nicht gefasst, die Ermittlungen laufen weiter.1
Am Samstagabend gegen 18:30 Uhr ging den Beamten an der Kontrollstelle am Rastplatz Königsberg direkt der nächste Fall ins Netz: Ein 24-jähriger Türke hatte zwei Landsmännern zur unerlaubten Einreise nach Deutschland verholfen – ein 28-Jähriger mit belgischer und ein 23-Jähriger mit französischer Asylbescheinigung.1 Der Schleuser bekam eine Anzeige und musste 200 Euro Sicherheitsleistung zahlen, einer der Geschleusten 150 Euro.1 Beide Geschleusten wurden zurück nach Belgien gebracht.1
Und dann ging’s am Sonntag direkt weiter: Gegen 1:30 Uhr erwischte die Bundespolizei in Aachen-Vetschau einen 19-jährigen syrischen Schleuser.1 Bei ihm waren vier Personen, die keine oder nicht ausreichende Ausweisdokumente dabei hatten.1 Nach der Anzeige wegen unerlaubter Einreise wurden sie in die Niederlande zurückgeführt. Gegen den jungen Schleuser laufen jetzt die Ermittlungen.1
Drei Fälle in drei Tagen zeigen mal wieder, wie aktiv Schleuser gerade an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden unterwegs sind. Die Bundespolizei bleibt wachsam und kontrolliert die A44 und umliegende Bereiche weiter engmaschig. Für die Betroffenen und Schleuser laufen jetzt die weiteren Ermittlungen – und für euch heißt’s: Augen auf, falls ihr in der Region unterwegs seid und was Verdächtiges seht.
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