Mit der Zeitumstellung steigt die Einbruchsgefahr im Münsterland. Die Polizei verrät, wie du Fenster, Türen und dein Zuhause jetzt am besten schützt.
Seitdem die Uhren umgestellt wurden, wird’s abends richtig früh dunkel – und genau das lieben Einbrecher. Klingt gruselig, ist aber leider Fakt: Mit der dunklen Jahreszeit steigen auch die Einbruchszahlen wieder an.1 Kein Grund für Panik, aber definitiv ein Grund, nochmal über den eigenen Einbruchschutz nachzudenken.
Rosemarie Bechtel aus Greven kann ein Lied davon singen. Küchenfenster auf Kipp, kurz außer Haus für einen Spaziergang, Nachbarn auch nicht da – und schon hatte jemand die Gelegenheit genutzt, um einzusteigen und alles Wertvolle mitgehen zu lassen.1 Fast drei Monate ist das jetzt her, aber ihr Sicherheitsgefühl ist bis heute nicht mehr dasselbe. „Immer, wenn ich ein Geräusch höre, werde ich sofort misstrauisch und schaue sofort nach, ob alles in Ordnung ist“, erzählt sie.1
Konstanze Heine von der Polizei Münster bringt’s auf den Punkt: Ein halb offenes Fenster oder eine nicht abgeschlossene Terrassentür sind für Einbrecher wie eine offene Einladung.1 Fast drei Viertel aller Einbrüche in Münster laufen genau über diesen Weg – Fenster oder Terrassentüren im Gartenbereich.1 Gerade bei Schiebetüren gibt’s einen simplen, aber wirksamen Trick: Ein Brett dahinter legen, dann lässt sich die Tür gar nicht erst aufschieben.1
Die Zahlen sprechen für sich: Fast 1.900 Einbrüche gab’s im letzten Jahr allein in Münster, mit unterschiedlichen Tendenzen in den einzelnen Kreisen.1 Aufgeklärt wurde der Großteil davon nicht – umso wichtiger, dass du selbst aktiv wirst.
Denkst du, im Erdgeschoss wohnen ist riskanter als weiter oben? Nicht unbedingt. Die Polizei warnt davor, obere Etagen als automatisch sicher einzustufen. Es gäbe Hinweise darauf, dass Täter sich bewusst in den oberen Stockwerken aufhalten, weil dort einfach weniger los ist im Treppenhaus und sie mehr Zeit haben, ungestört zu agieren.1
Nicht umsonst gab’s am 25. Oktober den Tag des Einbruchschutzes – die Polizei nutzt diesen Termin jedes Jahr, um nochmal richtig für das Thema zu sensibilisieren.1 Denn gerade jetzt, kurz nach der Zeitumstellung, ist die Gefahr groß, nachlässig zu werden. Man gewöhnt sich einfach noch nicht so richtig an die früh einbrechende Dunkelheit und vergisst dabei schnell, Fenster und Türen ordentlich zu sichern.
Die dunkle Jahreszeit bringt Kuscheldecke, heißen Tee und frühen Sonnenuntergang – aber eben auch ein erhöhtes Einbruchsrisiko. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du es Einbrechern ziemlich schwer machen. Schau einfach nochmal bewusst hin, bevor du das Haus verlässt – dein zukünftiges Ich wird’s dir danken.
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