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Kölner Feuerwache-Neubau wird noch teurer: 127,5 Millionen Euro eingeplant
27. Oktober 2026

Kölns neue Feuerwache wird teurer: 127,5 Millionen Euro geplant, die erste Ausschreibung für die Übergangswache scheiterte komplett. Alle Fakten im Überblick.

Ausschreibung für Übergangs-Feuerwache gescheitert

In Köln verzögert sich der Bau der Übergangs-Feuerwache Innenstadt am linksrheinischen Teil der Severinsbrücke weiter. Wie die Stadt Köln bestätigte, ist kein verwertbares Angebot eingegangen, um einen Totalunternehmer für die geplante Containerwache an der Löwengasse zu finden. Das Vergabeverfahren wurde deshalb aufgehoben und soll wiederholt werden.

Der Totalunternehmer sollte die Container-Interimswache ursprünglich planen und bauen, übergeben werden sollten die Container laut Vergabeunterlagen zum 19. September 2028. Für dieses Projekt sind derzeit rund 26,5 Millionen Euro vorgesehen. Auf die Frage, ob das genehmigte Budget zu niedrig angesetzt sein könnte, teilte ein Stadtsprecher mit, man könne aktuell keine Aussage zu Kosten treffen, um das neue Vergabeverfahren nicht zu gefährden.

127,5 Millionen Euro für den Neubau eingeplant

Deutlich wird inzwischen, wie teuer der eigentliche Neubau der Feuerwache an der Agrippastraße wird. Im aktuellen Entwurf des Haushalts für 2027/2028 hat die Stadt über die mittelfristige Finanzplanung bis 2031 insgesamt 127,5 Millionen Euro eingestellt. Die Summen für die Jahre 2029 bis 2031 gelten dabei nur als erste Ansätze. Schon jetzt kündigte die Stadt an, dass auch nach 2031 weiteres Geld nötig sein wird – wie viel, ließ sie offen. Eine erste Gesamtsumme soll erst die Kostenschätzung des Generalplaners liefern, der aktuell die Vorplanung erstellt.

Rechnet man die rund 26,5 Millionen Euro für das Container-Interim hinzu, ergeben sich für beide Bauvorhaben zusammen schon jetzt Gesamtkosten von mindestens 154 Millionen Euro. Die alte Feuerwache aus dem Jahr 1962 gilt als Sanierungsfall und zu klein; die Betriebssicherheit wurde von der Verwaltung selbst als gefährdet bezeichnet. Laut aktuellster Erhebung aus dem Jahr 2024 wurde die Wache 33.539 Mal alarmiert, das entsprach 14,4 Prozent aller Alarmierungen in Köln und damit dem Spitzenplatz in der Stadt.

Deutlich kürzere Standdauer als frühere Planungen

Auffällig ist, dass die Container laut Ausschreibung nur für eine maximale Standdauer von fünf Jahren ausgelegt sind. Das wirkt angesichts früherer Zeitpläne überraschend: Für eine Ausschreibung aus dem Jahr 2023 hatte die Stadt allein für den Abbruch der alten Wache 18 Monate kalkuliert, für die archäologische Untersuchung weitere zwölf Monate, für das Bebauungsplanverfahren rund 40 Monate und für den Neubau selbst etwa 103 Monate. Addiert ergab das damals mehr als 14 Jahre – neun Jahre mehr als die nun genannte maximale Standdauer von fünf Jahren für die Container.

Auf Nachfrage teilte die Verwaltung jetzt mit, die Fertigstellung des Neubaus sei innerhalb der fünf Jahre vorgesehen. Verzögern unvorhergesehene Ereignisse den Einzug, könne die Nutzung der Interimswache an der Löwengasse verlängert werden. Wann der Rat den nötigen Baubeschluss fasst und wann der Bau tatsächlich startet, steht laut Verwaltung noch nicht fest, auch wenn im Haushalt zunächst der Zeitraum Oktober bis Dezember dieses Jahres für den Baubeschluss genannt war.

Geplant sind auf der bisherigen Grünfläche an der Severinsbrücke Fahrzeughallen für 14 Einsatzfahrzeuge sowie Container mit Büros, Toiletten, Umkleiden, Werkstatt, Aufenthalts- und Speiseräumen. Zusätzlich sind 39 Ruheräume und Fitnessangebote eingeplant, die Container sollen maximal neun Meter hoch werden.

Während in Köln also weiter um Millionenbeträge für Bauprojekte gerungen wird, ging es in einem früheren Beitrag um eine ganz andere Art von Millionensumme: Dort hatte ein Lottospieler aus Hessen nur um eine Zahl den Eurojackpot von 120 Millionen Euro verpasst.

Quellen


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