ANTENNE NRW Spritpreis-Rechner

Foto wurde mit
KI generiert
Bochum erinnert an den Luftangriff vom 4. November 1944
28. Oktober 2026

Am 4. November gedenkt Bochum den Opfern des Luftangriffs von 1944. OB Lukat legt einen Kranz am Mahnmal der Pauluskirche nieder – die Hintergründe dazu.

Ein Datum, das Bochum nie vergisst

Am Mittwoch, den 4. November, jährt sich der schwerste Luftangriff auf Bochum zum wiederholten Mal. Wie die Stadt Bochum mitteilt, warfen am Abend des 4. November 1944 zwischen 19 und 20 Uhr über 700 britische Bomber mehr als 10.000 Sprengbomben und über 130.000 Brandbomben über der Stadt ab. Die Bilanz dieser einen Stunde war verheerend: 1.300 Menschen starben, rund 70.000 wurden obdachlos. Die Bochumer Innenstadt wurde dabei fast vollständig zerstört.

Kranzniederlegung am Mahnmal der Pauluskirche

Zum Gedenken an die Opfer legt Oberbürgermeister Jörg Lukat in den Morgenstunden des Jahrestages am Mahnmal für die Opfer des Angriffs einen Kranz nieder. Der Ort dafür ist kein zufälliger: die „Trauernde Alte“ von Gerhard Marcks an der Pauluskirche in der Grabenstraße, wie die Stadt Bochum berichtet.

Die Pauluskirche selbst ist eng mit der Geschichte des 4. November 1944 verknüpft. Laut Bochum Tourismus handelt es sich um die erste und älteste protestantische Kirche der Stadt, deren Grundstein bereits 1655 gelegt wurde. Im Zweiten Weltkrieg brannte sie fast vollständig nieder und wurde erst 1949/1950 originalgetreu wieder aufgebaut. Direkt daneben entstand als Mahnmal des Friedens die Statue „Trauernde Alte“, die seitdem an den schwersten Bombenangriff des Zweiten Weltkriegs erinnert und einen stillen Ort inmitten der Innenstadt bildet.

Die Geschichte hinter der „Trauernden Alten“

Wie Wikipedia zur Statue „Trauernde Mutter“ erläutert, beschloss der Rat der Stadt Bochum bereits 1953 die Errichtung eines Mahnmals auf dem Kirchplatz. Am 12. Jahrestag des Angriffs wurde die von Gerhard Marcks geschaffene Statue durch den damaligen Oberbürgermeister Fritz Heinemann in einem Festakt enthüllt. Trotz herbstlichen Regenwetters nahmen damals Zehntausende Bochumerinnen und Bochumer an der Weihe teil.

Die aus Basaltlava gehauene Figur zeigt eine alte, gramgebeugte Frau, die sich auf ihren Stock stützt und in die Ferne blickt. Mit einer Höhe von 3,30 Metern wirkt sie dennoch sehr zurückgenommen. Ein Schild vor der Statue trägt die Inschrift „Den Opfern von Gewaltherrschaft und Krieg 1933–1945“. Im Volksmund wird sie bis heute meist schlicht als „Trauernde Alte“ bezeichnet, auch wenn ein offizieller Name in den Quellen nicht überliefert ist.

Neben dem Mosaik der klagenden Niobe auf dem Hauptfriedhof Bochum gilt die Statue als das wichtigste Denkmal zur Erinnerung an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs in der Stadt. Jedes Jahr wird hier am 4. November zum Gedenken an die Opfer des Krieges ein Kranz der Stadtspitze niedergelegt – eine Tradition, die sich bis in die 1950er-Jahre zurückverfolgen lässt.

Warum das Gedenken bis heute wichtig ist

Der 4. November 1944 bleibt einer der einschneidendsten Tage in der Bochumer Stadtgeschichte. Die fast vollständige Zerstörung der Innenstadt prägt bis heute das Stadtbild und das kollektive Gedächtnis der Menschen vor Ort. Mit der jährlichen Kranzniederlegung am Mahnmal hält die Stadt Bochum die Erinnerung an die Opfer wach und sorgt dafür, dass dieses Kapitel der Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.

Quellen


Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2026 The Radio Group Holding GmbH

Newsletter

Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven! 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.