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Fake-Trading-Plattformen: So schützt ihr euer Geld vor Online-Betrügern
28. Oktober 2026

Fake-Trading-Plattformen locken mit hohen Gewinnen, doch oft steckt Betrug dahinter. Das LKA NRW zeigt, wie Anlagebetrug im Internet abläuft und wie ihr euch…

Schnell reich werden? Lieber zweimal hinschauen

Hohe Gewinne, kein Risiko, super easy – klingt zu gut um wahr zu sein? Ist es auch. Das Landeskriminalamt NRW warnt gerade eindringlich vor einer fiesen Betrugsmasche, die sich „Cybertrading Fraud“ nennt. Dabei locken Kriminelle mit professionell aussehenden Webseiten und Apps, auf denen angeblich Aktien, Kryptowährungen oder andere Geldanlagen super easy Gewinne bringen sollen.1 Spoiler: Tun sie nicht. Das Geld landet einfach in den Taschen der Täter.

Die Zahlen sind brutal

Damit ihr versteht, wie groß das Problem wirklich ist: Allein im letzten Jahr gab’s in NRW 6385 registrierte Fälle. Und das ist nur das, was bekannt wurde – die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Der Schaden? Rund 251 Millionen Euro.1 Hinter diesen Zahlen stecken echte Menschen, die teilweise ihr komplettes Erspartes verloren haben.

So läuft die Masche ab

Meistens fängt alles mit einer Werbeanzeige an, die euch in den sozialen Medien oder auf bekannten Webseiten begegnet. Auch Zeitungen, Magazine oder Fernsehwerbung können zu solchen Betrugsangeboten führen. Versprochen werden hohe Gewinne mit Aktien oder Krypto. Manche Anzeigen tun sogar so, als hätten bekannte Persönlichkeiten mit dem Angebot schon richtig Kohle gemacht – dafür nutzen die Täter KI-generierte Bilder, Stimmen und Videos.1 Die gezeigten Promis haben damit natürlich nichts zu tun.

Wer sich dann registriert, wird von angeblichen Anlageberatern kontaktiert, die super hilfsbereit wirken und erstmal Vertrauen aufbauen. Zunächst soll nur ein kleiner Betrag eingezahlt werden. Auf dem Konto erscheinen schon bald Gewinne – komplett erfunden, nur damit ihr immer mehr Geld überweist.1 Manchmal zahlen die Betrüger sogar kleinere Beträge aus, um letzte Zweifel auszuräumen. Wer später sein Guthaben zurückhaben will, wird vertröstet oder soll erstmal weitere Gebühren oder angebliche Steuern zahlen. Auch dieses Geld ist dann weg.

Wie ihr euch schützen könnt

Das LKA NRW hat ein paar wichtige Tipps zusammengestellt, damit euer Geld nicht in fremden Taschen landet:

  • Seid skeptisch bei unrealistisch hohen Gewinnversprechen – lasst euch genau erklären, wie die Anlage funktioniert und welche Verluste möglich sind
  • Lasst euch nicht unter Zeitdruck setzen – Aussagen wie „nur heute verfügbar“ sind ein klares Warnsignal
  • Checkt den Anbieter in der Unternehmensdatenbank der BaFin, ob er überhaupt für Deutschland zugelassen ist
  • Nutzt die Bilder-Rückwärtssuche, um mögliche Deepfakes zu entlarven
  • Gebt niemals Fernzugriff auf eure Geräte oder eure Passwörter weiter
  • Zahlt bei blockierten Auszahlungen auf keinen Fall nach – angebliche Steuern oder Gebühren sind reine Abzocke

Was tun, wenn’s schon passiert ist?

Falls ihr schon Geld überwiesen habt: sofort handeln. Kontakt zu den Betrügern abbrechen, kein weiteres Geld schicken und direkt eure Bank informieren. Lasst prüfen, ob Zahlungen noch gestoppt werden können. Sichert alle Nachrichten, E-Mails und Zahlungsbelege und erstattet Anzeige bei eurer Polizei vor Ort.1

Wichtig: Auch nach dem Betrug bleibt wachsam. Manchmal melden sich die Täter nochmal unter dem Vorwand, euch bei der Rückholung des Geldes zu helfen – zum Beispiel als angeblicher Anwalt. Das nennt sich „Recovery Scam“ und dafür wird dann wieder eine Vorabgebühr verlangt.1 Auch hier gilt: Finger weg.

Redet drüber

Das Wichtigste zum Schluss: Sprecht mit eurer Familie und euren Freunden über diese Masche. Je mehr Leute Bescheid wissen, desto schwerer haben es die Betrüger. Aus einem verlockenden Angebot muss kein finanzieller Verlust werden – wenn ihr wisst, worauf ihr achten müsst.

Quellen

  1. Hohe Schadenssummen statt hoher Gewinne: Landeskriminalamt NRW warnt vor Anlagebetrug im Internet


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