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Trainspotting mit Todesfolge? Bundespolizei warnt nach Vorfall in Bornheim-Sechtem
28. Oktober 2026

14-Jähriger klettert auf Güterzug: Die Bundespolizei warnt erneut vor Lebensgefahr auf Bahnanlagen und startet eine Präventionsaktion am Kölner Hauptbahnhof.

Wenn Hobby lebensgefährlich wird

Zugfotos schießen, Trainspotting betreiben, den perfekten Moment einfangen – klingt erstmal harmlos, oder? Ist es aber überhaupt nicht, wenn man sich dafür in Gleisbereiche begibt oder sogar auf Güterzüge klettert. Das musste die Bundespolizei am Dienstagabend (27. Oktober) wieder mal erleben.1

Am Bahnhof Bornheim-Sechtem ging die Meldung ein, dass sich jemand auf einem Güterzug befinden soll. Nach einiger Suche wurde im Gleisbereich ein 14-Jähriger gefunden. Seine Erklärung: Er interessiere sich einfach für Züge und sei Trainspotter. Für die Bundespolizei kein Grund zur Entwarnung – im Gegenteil.1

Mehr als nur Eigengefährdung

Der Vorfall hatte nicht nur für den Jugendlichen selbst brisante Folgen. Durch die Einsatzmaßnahmen gab es auch weitreichende Auswirkungen auf den Bahnbetrieb. Sprich: Verspätungen, gestoppte Züge, jede Menge Aufwand – und das alles wegen einer Aktion, die eigentlich komplett vermeidbar gewesen wäre.1

Die Bundespolizei macht nochmal ganz klar: Auch wenn ein Zug scheinbar stillsteht, ist die Gefahr real. Wer auf Güterwaggons klettert oder sich im Gleisbereich aufhält, riskiert sein Leben – egal ob aus Mutprobe, für ein besonderes Foto oder aus purer Neugier.1

Appell an Eltern und Jugendliche

Besonders Eltern und Erziehungsberechtigte sollen laut Bundespolizei das Gespräch mit ihren Kindern suchen. Zugbeobachtungen und Fotos dürfen ausschließlich von sicheren, öffentlich zugänglichen Orten aus gemacht werden – alles andere ist einfach zu riskant. Auch wenn’s cool aussieht: Ein Selfie ist niemals ein Leben wert.1

Präventionsaktion am Kölner Hauptbahnhof

Passend zu diesem Vorfall hat die Bundespolizeiinspektion Köln reagiert: Am Mittwoch (28. Oktober 2026) fand von 12 bis 15 Uhr gemeinsam mit dem Fachbereich Prävention der DB Sicherheit eine Aktion auf dem Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs statt.1

Im Fokus stand die Sensibilisierung von Reisenden, vor allem von Jugendlichen, für die Gefahren auf Bahnanlagen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Thema Bahnstrom – denn die Annäherung an Oberleitungen kann lebensbedrohliche Folgen haben, auch ohne direkten Kontakt.1

Die klare Botschaft zum Schluss

Egal ob Trainspotting, Mutprobe oder einfach nur Langeweile – Bahnanlagen sind kein Abenteuerspielplatz. Die Bundespolizei und DB Sicherheit wollen mit solchen Aktionen das Gefahrenbewusstsein stärken, damit schwere Unfälle erst gar nicht passieren. Also: Abstand halten zu Gleisen, Zügen und Oberleitungen – das kann wortwörtlich Leben retten.1

Quellen

  1. BPOL NRW: Schon wieder bereitwillig in Lebensgefahr – Präventionsaktion am Kölner Hauptbahnhof


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