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Krefeld plant seine Kultur-Zukunft: 9 Ziele für mehr Teilhabe und Vernetzung
2. November 2026

Krefeld entwickelt eine Kulturstrategie mit neun Zielen: mehr Teilhabe, Vernetzung der Akteure und ein bewusster Umgang mit KI und Digitalisierung.

Was ist da los in Krefeld?

Theater, Museen, Musik, Kunst – Krefeld hat echt einiges zu bieten. Aber mal ehrlich: Steigende Kosten und knappe Kassen machen es gerade überall schwer, sowas am Leben zu halten. Deshalb hat die Stadt Krefeld jetzt eine Kulturstrategie auf den Weg gebracht, die genau da ansetzt. Ziel ist es, die Kulturlandschaft langfristig zu sichern und fit für die Zukunft zu machen.

Neun Ziele, eine gemeinsame Haltung

Im Zentrum der Strategie steht eine gemeinsame Haltung, die mit Vertreterinnen und Vertretern der freien Szene, den städtischen Kulturinstituten und anderen Verwaltungsbereichen abgestimmt wurde. Insgesamt neun Handlungsziele hat die Stadt Krefeld formuliert, die sich mit aktuellen Fragen in Kultur und Gesellschaft beschäftigen.

Ein wichtiger Grundsatz: Kultur soll wirklich allen offenstehen – egal ob Alter, Herkunft, Einkommen oder ob jemand eine körperliche oder geistige Einschränkung hat. Außerdem sollen bestehende Kultureinrichtungen und historische Kulturgüter erhalten bleiben, zusätzliche Räume für Kunst und Kultur erschlossen und kulturelle Angebote stärker in die Entwicklung der Stadtteile einfließen. Auch das Thema Künstliche Intelligenz und Digitalisierung wird mitgedacht – die Stadt will damit konstruktiv, aber auch kritisch umgehen.

Vernetzung statt Alleingang

Ein weiterer Schwerpunkt der Strategie liegt auf der Zusammenarbeit zwischen professionellen Kulturakteuren, ehrenamtlich Engagierten, städtischen Einrichtungen und freien Initiativen. Die sollen sich künftig besser austauschen, um gemeinsam Projekte zu stemmen. Laut Stadt Krefeld geht es dabei vor allem darum, gemeinsam sichtbarer und wirksamer zu sein.

Nach Angaben der Stadt Krefeld soll die Strategie in drei Schritten entstehen: Zuerst werden Haltung und Ziele in einer Präambel festgehalten. 2027 soll dann ein partizipatives Kulturprojekt verschiedene Akteure zusammenbringen. Für 2028 ist ein Manifest geplant, das die wichtigsten Erkenntnisse bündelt und die Ziele konkreter macht. Der Landschaftsverband Rheinland hat für diese Entwicklungsschritte bereits Fördermittel bewilligt. Den grundsätzlichen Ansatz soll der Ausschuss für Kultur, Denkmal und Städtepartnerschaften am 3. November beschließen.

Warum kein klassischer Kulturentwicklungsplan?

Oberbürgermeister und Kulturdezernent Frank Meyer erklärt den Ansatz so: Man habe sich bewusst gegen einen klassischen Kulturentwicklungsplan mit einem Planungshorizont von fünf bis zehn Jahren entschieden, weil dieser mit zusätzlichen Finanzbedarfen verbunden wäre. Stattdessen soll die gemeinsame Haltung der Verwaltung helfen, auch bei kurzfristigen Entscheidungen die langfristigen Ziele im Blick zu behalten.

Kulturbeauftragte Dr. Katharine Leiska verweist darauf, dass in Kürze auch darüber diskutiert wird, nach welchen Kriterien künftig die institutionelle Förderung für die freie Kulturszene vergeben wird. Angesichts des Spardrucks bei den städtischen Kulturinstituten brauche es eine klare Kulturentwicklungshaltung, um mit kreativen und machbaren Lösungen auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren.

Geld ist knapp – trotzdem soll sich was bewegen

Ganz wichtig: Für neue, teure Vorhaben ist aktuell kein Geld da. Zunächst soll vor allem gesichert werden, was bereits besteht. Über bessere Zusammenarbeit und die gezielte Suche nach zusätzlichen Fördermitteln sollen trotzdem neue Entwicklungen möglich werden. Wie relevant das Thema ist, zeigt sich auch beim kommenden städtischen Haushalt: Die Ratsmitglieder müssen dann über den Handlungsrahmen für die städtischen Kulturinstitute und über die institutionelle Förderung von Kultureinrichtungen entscheiden.

Die Kulturstrategie soll laut Stadt Krefeld einen langfristigen Orientierungsrahmen schaffen, vorhandene Kräfte bündeln und neue Kooperationen ermöglichen – damit die kulturelle Vielfalt Krefelds auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen erhalten bleibt und sich weiterentwickeln kann.

Quellen


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