Bundespolizei schnappt bei Grenzkontrollen auf der A3 einen gesuchten Mann mit zwei Haftbefehlen. Erst 5568 Euro Strafe sichern ihm die Weiterreise.
Stell dir vor, du sitzt entspannt im Reisebus von Amsterdam nach Wien und auf einmal ist die Reise erstmal vorbei. Genau das ist einem 29-jährigen Polen am Samstagmorgen, den 31. Oktober 2026, passiert. Grund dafür waren die aktuell wiedereingeführten Grenzkontrollen, die die Bundespolizei auf der Bundesautobahn 3 am Grenzübergang Elten-Autobahn durchführt.1
Bei der Einreise aus den Niederlanden checkten die Beamten die Personalien des Mannes anhand seiner polnischen Identitätskarte. Dabei kam ans Licht: Der Mann wurde gleich mit zwei Haftbefehlen gesucht.1
Die Staatsanwaltschaft Krefeld suchte ihn wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Hier stand noch eine Geldstrafe von 1350 Euro offen – alternativ hätte eine 45-tägige Haftstrafe gedroht. Dazu kam ein zweiter Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Auch hier gab’s die Wahl zwischen 3600 Euro Geldstrafe oder 60 Tagen Freiheitsstrafe. Als wäre das nicht genug, liefen zusätzlich noch zwei Aufenthaltsermittlungen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Körperverletzung gegen ihn.1
Vor Ort nahmen die Bundespolizisten den Mann fest und brachten ihn zur Bundespolizeiinspektion Kleve, um die Sache weiter zu bearbeiten. Am Ende konnte der Pole seine Reise aber doch noch fortsetzen – allerdings nicht ganz umsonst. Er zahlte die komplette Geldstrafe inklusive aller angefallenen Kosten in Höhe von stolzen 5568,38 Euro direkt bei der Bundespolizei in Kleve.1
Der Fall zeigt ziemlich deutlich, wofür die vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen eigentlich gedacht sind. Ohne die gezielte Überprüfung an der A3 wäre der Mann wohl einfach unbemerkt weitergereist. So aber flog alles auf einen Schlag auf: zwei Haftbefehle und zwei weitere Ermittlungsverfahren. Für die Bundespolizei in Kleve ist das ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig die Kontrollen an den Grenzübergängen gerade sind, um Gesuchte aufzuspüren.1
Eine Busfahrt von Amsterdam nach Wien, die so richtig teuer wurde: Statt einer entspannten Reise stand für den 29-Jährigen plötzlich eine fünfstellige Summe im Raum – am Ende reichten aber knapp 5600 Euro, um wieder freizukommen. Die Grenzkontrollen auf der A3 haben mal wieder gezeigt, dass sich Fahnder und Gesuchte schneller über den Weg laufen können, als man denkt.
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