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Entwarnung in Köln-Riehl: Weltkriegsbombe ohne Zünder gefunden
5. November 2026

Bombenfund in Köln-Riehl: Die Weltkriegsbombe hatte keinen Zünder, eine Evakuierung der Sozial-Betriebe Köln war daher nicht mehr nötig.

Blindgänger-Verdacht bestätigt sich – aber ohne Gefahr

Aufatmen in Köln-Riehl: Die befürchtete Weltkriegsbombe auf dem Gelände der Sozial-Betriebe Köln (SBK) wurde zwar tatsächlich gefunden, hatte aber keinen Zünder. Damit ging von dem Kampfmittel keine unmittelbare Gefahr aus und eine Evakuierung war am Ende gar nicht nötig. Wie die Stadt Köln mitteilt, wurde im Bereich Kuhweg, nahe der SBK, eine 20-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf hat sie mittlerweile abtransportiert.

So fing alles an

Entdeckt wurde der Verdachtsfall schon Ende Oktober bei Bauarbeiten im Umfeld der SBK. Wie die Stadt Köln bereits am 30. Oktober mitteilte, war zu dem Zeitpunkt noch unklar, ob es sich wirklich um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Vorsorglich wurde deshalb schon mal der Ernstfall durchgespielt: Ordnungsamt, Feuerwehr und Hilfsorganisationen bereiteten eine mögliche Evakuierung für Donnerstag, den 5. November, vor.

Betroffen gewesen wären rund 130 Anwohnerinnen und Anwohner sowie ein Teil des SBK-Geländes selbst. Da nicht alle Gebäude des Seniorenzentrums von einer Räumung betroffen gewesen wären, hätten Bewohnerinnen und Bewohner der entsprechenden Pflegeheime einfach innerhalb des Geländes verlegt werden können. Für die Mieterinnen und Mieter der Seniorenwohnungen wären dagegen Busse zum Dreikönigsgymnasium an der Escher Straße bereitgestanden – dort hätte in der Aula eine Anlaufstelle für bis zu 250 Menschen eingerichtet werden können.

Auch der Verkehr stand auf der Kippe

Nicht nur Anwohnerinnen und Anwohner, auch der Verkehr in Köln wäre im Ernstfall durcheinandergewirbelt worden. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, wären Teile des Niehler Gürtels, der linksrheinische Bereich der Mülheimer Brücke sowie Teile des Niehler Hafens betroffen gewesen. Auch die KVB-Linien 13 und 18 sowie wahrscheinlich die Buslinie 140 hätten mit Einschränkungen rechnen müssen. Jetzt ist aber klar: Nichts von alledem war nötig.

Kein Einzelfall in Köln

Dass in Kölns Boden noch Kriegsmunition schlummert, ist leider keine Seltenheit. Laut Express gab es allein in den vergangenen Monaten mehrere Funde in der Stadt, zuletzt Mitte Oktober. Erst 2024 mussten die Riehler Heimstätten schon einmal wegen eines Blindgängers evakuiert werden – diesmal blieb den Menschen in Riehl das zum Glück erspart.

Während in Riehl also alles glimpflich ausging, tut sich auch anderswo in Köln einiges: Im Stadtteil Porz-Urbach stand kürzlich ein ganz anderes Thema im Fokus. In einem früheren Beitrag ging es um ein Parkboxen-Paket als Kapitalanlage nahe dem Flughafen Köln/Bonn – ein Beispiel dafür, dass sich die Domstadt eben nicht nur mit Bombenfunden, sondern auch mit ganz handfesten Immobilien-Themen beschäftigt.

Fazit

Für die Menschen rund um die SBK in Riehl ist die Sache jetzt vom Tisch. Die Bombe ist weg, Entschärfung oder Evakuierung waren gar nicht erst nötig. Wer sich fragt, wie oft so etwas in Köln vorkommt: ziemlich oft – die Stadt am Rhein bleibt ein Hotspot für Weltkriegsfunde.

Quellen


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