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AWO NRW: Neue Warnstreiks in Kitas und Nachmittagsbetreuung
11. Februar 2026

AWO NRW: Neue Warnstreiks in Kitas & Nachmittagsbetreuung – aktuelle Infos zum Tarifkonflikt und Auswirkungen für Familien.

In Nordrhein-Westfalen drohen zeitnahe neue Warnstreiks in Kitas und der Nachmittagsbetreuung der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Eine Einigung im Tarifstreit ist aktuell nicht in Sicht, was für zahlreiche Familien in NRW konkrete Auswirkungen haben kann. Die Gewerkschaft Verdi plant weitere Arbeitsniederlegungen in den kommenden Wochen.

Worum es geht

Der Tarifkonflikt bei der AWO NRW bleibt ungelöst. Verdi fordert eine Erhöhung der Löhne um 500 Euro brutto monatlich für alle Beschäftigten sowie 300 Euro brutto mehr für Auszubildende. Darüber hinaus verlangt die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage für Verdi-Mitglieder bei der AWO NRW. Die Arbeitgeberseite hält diese Forderungen für „völlig überzogen“ – nach eigenen Angaben entspräche dies einer Lohnsteigerung von rund 13 Prozent. Aktuell gibt es keine Annäherung zwischen den Parteien (Stern).

Die wichtigsten Fakten

Geplant ist, die Warnstreiks zunächst regional zu staffeln, bis hin zu einem landesweiten Warnstreik vor der dritten Verhandlungsrunde am 4. März. Die genauen Termine werden noch bekanntgegeben. Betroffen sind laut Verdi Einrichtungen wie Kitas, Ganztags- und Betreuungsangebote an Grundschulen sowie Pflegeeinrichtungen, für die ein Notdienst eingerichtet wird (Stern).

Hintergrund und Folgen für Eltern

In NRW befinden sich aktuell 519 offene Ganztagsschulen (OGS) und 840 Kitas unter AWO-Trägerschaft. Eltern werden empfohlen, Informationen der Einrichtungen aufmerksam zu verfolgen. Träger informieren auch über mögliche Notgruppen, um die Versorgung für Kinder sicherzustellen, deren Eltern zwingend auf Betreuung angewiesen sind. Bei Unsicherheiten sollten Eltern rechtzeitig Kontakt zur Einrichtung oder dem zuständigen Jugendamt aufnehmen (Stern).

Einordnung für Nordrhein-Westfalen

Gerade für viele Familien in NRW könnten die angekündigten Warnstreiks gravierende Auswirkungen haben. Es kann zu Gruppenzusammenlegungen und zeitweisen Schließungen kommen – betroffen sind damit hunderte Einrichtungen im Land. Die Gewerkschaft betont, dass die Aktion regional gestaffelt und sozialverträglich umgesetzt werde (Stern).

Ausblick

Vor der dritten Verhandlungsrunde am 4. März stehen weitere Arbeitsniederlegungen an. Die Tarifparteien zeigen sich bislang unnachgiebig. Es bleibt abzuwarten, ob eine Einigung erzielt werden kann oder längere Streikaktionen auf Familien und Einrichtungen in NRW zukommen.

Quellen

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