Beamte des Hauptzollamts Dortmund haben in Unna illegale Aufenthalte und Beschäftigungen festgestellt.
Am 18. Februar 2026 haben Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Dortmund ein Logistikzentrum in Unna überprüft. Dieser Einsatz beruhte auf einem vorhergehenden Hinweis. Insgesamt waren 57 Einsatzkräfte von Zoll, Ausländerbehörde des Kreises Unna, der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) NRW und der Polizei in die Kontrolle eingebunden.
Beim Betreten des Objekts ergaben sich erhebliche Schwierigkeiten, da mehrere Personen versuchten, sich durch Flucht der Kontrolle zu entziehen. Dennoch konnten sie schnell in den Lagergängen sowie in und unter Lkw aufgefunden werden. Bei der Überprüfung der 102 anwesenden Personen stellten die Einsatzkräfte fest, dass 33 Männer aus Ländern wie China, Ghana, Nigeria und der Elfenbeinküste illegal beschäftigt waren, da sie nicht über die erforderlichen Aufenthaltstitel verfügten. Lediglich zwei dieser Personen konnten gültige Aufenthaltstitel aus anderen EU-Staaten nachweisen.
Die anderen Männer hatten keine Dokumente bei sich und deren Personalien wurden durch eine sofortige Fingerabdrucküberprüfung als überwiegend falsch identifiziert. In diesem Zusammenhang wurden Strafverfahren wegen illegalen Aufenthalts eingeleitet. Ein nigerianischer Staatsbürger, der bereits zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war, wurde nach seiner Vernehmung in Polizeigewahrsam genommen, da er sich drei Jahre lang verborgen gehalten hatte.
Die Maßnahmen gegen die Arbeitgeber der illegal Beschäftigten werden fortgesetzt. Diese sehen sich strafrechtlichen Verfahren wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und der illegalen Beschäftigung ohne gültige Arbeitsgenehmigung gegenüber. Ihnen drohen Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren sowie Bußgelder bis zu 500.000 Euro.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall sind noch nicht abgeschlossen.
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