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Weitere 17 Stolpersteine erinnern in Mönchengladbach
2. März 2026

Weitere 17 Stolpersteine in Mönchengladbach erinnern an NS-Opfer und stärken die lokale Erinnerungskultur.

Worum es geht

Am 27. Februar 2026 wurden in Mönchengladbach 17 weitere Stolpersteine zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Die Steine erinnern an Menschen, die während der NS-Zeit verfolgt, deportiert und in den meisten Fällen ermordet wurden. Stadt Mönchengladbach

Die wichtigsten Fakten

Die Verlegung begann um 9 Uhr und fand an mehreren Orten im Stadtgebiet statt. Beteiligt waren Mitarbeiter der mags sowie Oberbürgermeister Felix Heinrichs und Bürgermeisterin Martin Heinen. Die Steine wurden vor den letzten selbst gewählten Wohnorten der NS-Opfer in den Bürgersteig eingelassen. Insgesamt wurden seit 20 Jahren mit Unterstützung vieler Paten an 116 Standorten bereits 372 Stolpersteine verlegt.

Details zur aktuellen Verlegung

Am 27. Februar 2026 wurden Steine für folgende Personen verlegt: Victor Spier, Klaus Spier, Alfred Spier, Gert Spier (Trompeterallee 22), Irma Vasen, Ernst Vasen, Semi Vasen, Meta Harf, Bertha Harf, Hermann Harf (Poststraße 58), Gertrud Pieper (Kohrstraße 31), Theodor von Dahlen, Hans von Dahlen (Fuchsstraße 70), Elise „Lisel“ Haas, Adolph Haas, Grete Bermbach (Kaiserstraße 49) sowie Wilhelm Essers (Spinnerstraße 1). Stadt Mönchengladbach

Hintergrund und Engagement

Einige der Stolpersteine wurden von Familienangehörigen der Opfer sowie von Initiativen und Schulen gestiftet. Für die Familie Spier reiste die Nichte eines der Opfer zur Zeremonie. Grete Bermbach, Lebensgefährtin von Elise Haas, erhielt einen Stolperstein, der von der Bischöflichen Marienschule gespendet wurde. Schüler*innen der Marienschule trugen vor Ort auch den Text für Grete Bermbach vor. Verantwortliche einer Forschungsgruppe aus Birmingham reisten für die Ehrung von Elise Haas an. Stadt Mönchengladbach

Einordnung für NRW

Das Stolperstein-Projekt des Künstlers Gunter Demnig ist ein bedeutender Bestandteil der Erinnerungskultur in NRW. In Mönchengladbach werden inzwischen an 116 Standorten Menschen namentlich im Stadtbild sichtbar gemacht, die durch das NS-Regime entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. Die Beteiligung von Paten, Schulen und internationalen Forschungsgruppen zeigt die breit getragene gesellschaftliche Verantwortung.

Ausblick

Die Stadt Mönchengladbach kündigt an, dass es künftig weitere Stolpersteinverlegungen geben wird. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich weiterhin beim Projekt engagieren oder informieren, zum Beispiel über stadt.mg/stolpersteine.

Quellen

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