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Castortransporte von Jülich nach Ahaus dürfen stattfinden
3. März 2026

Castortransporte von Jülich nach Ahaus genehmigt: Gericht weist Bedenken ab, Atommüll darf nach NRW gebracht werden.

Castortransporte von Jülich nach Ahaus: Entscheidung gefallen

Die umstrittenen Castortransporte mit Atommüll von Jülich nach Ahaus in Nordrhein-Westfalen dürfen stattfinden. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat am 2. März 2026 eine entsprechende Beschwerde des Bunds für Umwelt- und Naturschutz (BUND) abgewiesen und damit den Weg für die Transporte endgültig frei gemacht. Das Gericht sah keine ausreichenden Sicherheitsbedenken gegen die Pläne.STERN.de

Worum es geht

Geplant ist die Verlagerung von insgesamt rund 300.000 abgebrannten Brennelementen aus dem ehemaligen Atomversuchsreaktor Jülich in das Zwischenlager Ahaus. Dazu sollen 152 spezielle Castor-Behälter per Lastwagen über eine Strecke von rund 170 Kilometern nach Ahaus transportiert werden.

Die wichtigsten Fakten

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung hatte die Transporte bereits im August 2025 genehmigt. Die Genehmigung ist befristet bis Ende August 2027. Am Standort Jülich war die Zulassung für das dortige Zwischenlager bereits 2013 ausgelaufen. Trotz einer seit 2014 bestehenden Räumungsanordnung der nordrhein-westfälischen Atomaufsicht verzögerte sich der Abtransport jahrelang.STERN.de

Hintergrund: Gerichtliche Auseinandersetzung

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) hatte wesentliche Sicherheitsrisiken geltend gemacht, etwa das Risiko von Drohnenangriffen während des Transports. Bereits im Januar hatte das Verwaltungsgericht Berlin einen Eilantrag der Umweltschützer abgewiesen – dem folgte nun auch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Das Gericht erkannte kein offensichtliches Fehlverhalten der zuständigen Behörden an und betonte das öffentliche Interesse an einer baldigen Räumung des Lagers in Jülich.STERN.de

Einordnung für Nordrhein-Westfalen

NRW steht damit vor einer der größten Atommüll-Transporte der vergangenen Jahre. Besonders im Fokus steht das Zwischenlager Ahaus, für das schon im Dezember 2024 das Oberverwaltungsgericht Münster die Lagerung von Atommüll erlaubt hatte. Die kommenden Transporte unterliegen strengen Vorschriften und werden von Sicherheitsmaßnahmen begleitet.

Ausblick

Bis spätestens Ende August 2027 soll der Atommüll von Jülich nach Ahaus gebracht werden. Die Debatte über langfristige Lösungen für die Entsorgung und Lagerung von Atommüll bleibt bestehen. Die Behörden behalten die Lage weiterhin im Blick und bewerten eventuelle zusätzliche Risiken laufend neu.STERN.de

Quellen

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