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Anne-Frank-Graffiti: Kinder gestalten Spielgerätecontainer in Krefeld
10. April 2026

Anne-Frank-Graffiti in Krefeld: Kinder gestalten Container – Geschichte kreativ erleben. Lesen Sie mehr zum außergewöhnlichen Projekt.

Der Anne-Frank-Platz in Krefeld erhielt einen besonderen Akzent: Gemeinsam mit Designstudent Simon Tenbücken haben Kinder und Jugendliche aus dem Jugendtreff Spielhaus Dießem („SpieDie“) einen grauen Spielgerätecontainer mit kunstvollen Graffiti gestaltet. Gleichzeitig setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit der Geschichte von Anne Frank auseinander. Extra-Tipp am Sonntag

Worum es geht

Bis vor Kurzem war der Container auf dem Anne-Frank-Platz lediglich ein unscheinbarer Lagerraum. Durch das Engagement des „SpieDie“-Teams wurde daraus nun ein farbenfrohes Erinnerungsmal an die Namensgeberin des Platzes: Anne Frank. Ermöglicht wurde das Projekt unter der Leitung von Simon Tenbücken, unterstützt vom Kinder- und Familienbüro der Stadt Krefeld und finanziert mit Stadtmarketing-Mitteln.

Die wichtigsten Fakten

Die Kinder zwischen sechs und 14 Jahren gestalteten die drei Außenflächen mit einem Porträt, einem Tagebucheintrag und biographischen Daten Anne Franks. Zusätzlich bringt ein QR-Code Interessierte direkt zur Website des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam. Die Aktion war Teil eines Kreativprojekts, das den Platz und Krefelder Stadtbild verschönert.

Hintergrund: So lief das Projekt ab

Im Rahmen einer Stadtrallye in den Sommerferien brachte das Team um Leiterin Marion Brockamp die Idee zur Neugestaltung auf. Nach einer gemeinsamen Sichtung des Zeichentrickfilms „Wo ist Anne Frank?“ und Recherchearbeiten zu Zitaten ging es an die Planung des Kunstwerks. Nach Abstimmung mit der jüdischen Gemeinde und Erstellung einer Vorlage durch Simon Tenbücken wurde die Gestaltung umgesetzt – in insgesamt rund zwölf Stunden Sprayarbeit, an deren Abschluss die teilnehmenden Kinder selbst Hand anlegten.

Einordnung für NRW

Das Projekt verbindet kunstpädagogische Ansätze mit gelebter Erinnerungskultur, wie sie in NRW vielerorts große Bedeutung hat. Die Aufwertung urbaner Räume durch Kinder- und Jugendprojekte setzt ein Zeichen gegen das Vergessen – und für gesellschaftliches Miteinander. Krefeld bietet damit ein Beispiel, wie Gedenken an die NS-Zeit zeitgemäß vermittelt werden kann.

Ausblick

Der neugestaltete Container ist ein bleibendes Andenken und macht die Geschichte Anne Franks auf niedrigschwellige Weise erfahrbar. Weitere Initiativen dieser Art sind denkbar, um lokale Geschichte und Kreativität zu verbinden und Jugendlichen einen Zugang zu wichtigen Themen der Vergangenheit zu eröffnen.

Quellen

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