Unbekannte greifen AfD-nahe Gaststätte in Gevelsberg an. Hintergründe und Täter noch unklar.
In Gevelsberg wurde in dieser Woche eine frühere Gaststätte, die regelmäßig an die AfD vermietet wird, mit Steinen und lila Farbe angegriffen. Die Hintergründe der Tat bleiben weiterhin völlig unklar und werfen viele Fragen auf.
Laut WDR wurden die Scheiben an der Hagener Straße massiv beschädigt und Farbe wurde sowohl auf die Fassade als auch ins Gebäude geschleudert. Die betroffene Immobilie wird von Inga Beliaschova vermietet, die ihre Räume unter anderem regelmäßig an die AfD vergibt.
Die Vermieterin, Inga Beliaschova, geht von einem politisch motivierten Angriff aus und vermutet einen Anschlag von Linken. Der Staatsschutz prüft derzeit ein mögliches Bekennerschreiben, das kurz nach dem Angriff auf einer Internetplattform veröffentlicht wurde. Die Echtheit dieses Schreibens ist jedoch unklar.
Die Gaststätte selbst ist seit 15 Jahren nicht mehr als Restaurant betrieben, der Gesellschaftssaal jedoch wird weiterhin für Veranstaltungen – auch von der AfD – genutzt. Bei AfD-Veranstaltungen kommt es häufiger zu Gegenprotesten auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
Offen bleibt, wer tatsächlich für den Angriff verantwortlich ist. Die AfD und das Bündnis „Ennepe-Ruhr stellt sich quer“ beschuldigen sich laut WDR gegenseitig, das Bekennerschreiben verfasst zu haben. Der Name von Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi wurde darauf instrumentalisiert, doch der SPD-Politiker bestreitet jede Beteiligung und bezeichnet die Vorgehensweise als geschmacklos.
Der Staatsschutz ermittelt weiterhin und prüft die aufgetauchten Hinweise. Bislang gibt es jedoch keine belastbaren Beweise für die Urheberschaft der Tat oder des Schreibens. Die Lage bleibt vorerst unübersichtlich. Weitere Entwicklungen in diesem Fall sind abzuwarten.
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