NRW will höhere Strafen für zu schwere LKW auf gesperrten Brücken. Das betrifft auch die Uerdinger Rheinbrücke.
Zu schwere LKW auf gesperrten Brücken stellen weiterhin ein massives Problem dar. Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) plant deshalb eine Bundesratsinitiative, um die Strafen für Verstöße deutlich zu verschärfen. Besonders betroffen ist die Uerdinger Rheinbrücke in Duisburg.
Täglich überqueren rund 170 zu schwere Lastwagen die Uerdinger Rheinbrücke, obwohl seit 2024 nur Fahrzeuge unter 30 Tonnen erlaubt sind. Die aktuellen Bußgelder sind so niedrig, dass viele Transportunternehmen die Beschränkungen ignorieren. Laut Radio Duisburg will NRW das jetzt ändern.
Die bisherigen Bußgelder liegen oft unter 100 Euro – zu wenig, um als echte Abschreckung zu wirken. Viele Speditionen nehmen die Strafe in Kauf, um zum Beispiel kürzere Wege zu fahren. Die Landesregierung fordert deshalb, dass die Strafen so erhöht werden, dass sie den wirtschaftlichen Vorteil der Ordnungswidrigkeit übersteigen.
Seit dem Beginn der Achslastmessungen an der Uerdinger Rheinbrücke haben bereits rund 20.000 zu schwere Fahrzeuge die Brücke unerlaubt passiert. Das belastet nicht nur die Bausubstanz der sensiblen Brücken, sondern gefährdet auch die Verkehrssicherheit.
Die Problematik ist kein Einzelfall. Auch andere marode Brücken in NRW sind von solchen Verstößen betroffen. Verkehrsminister Oliver Krischer betont, dass jeder Verstoß einer zu viel sei. Um wirksamer zu kontrollieren, wird an weiteren Maßnahmen gearbeitet, wie etwa die Einführung automatischer Wiegesysteme (Weigh-in-Motion).
Die Bundesratsinitiative soll noch im Frühjahr eingebracht werden. Neben höheren Geldbußen plant das Verkehrsministerium zudem, die Genehmigungsverfahren für Schwertransporte zu beschleunigen und zu digitalisieren. Mittelfristig soll das Entdeckungsrisiko für Verstöße mit neuer Technik deutlich steigen.
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