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Millionen-Betrug in Krefeld: Prozess zeigt Ausmaß krimineller Masche
16. April 2026

Millionen-Betrug in Krefeld vor Gericht: Der Prozess deckt einen Gewinnspielskandal mit 66 Mio. Euro Schaden auf.

Millionen-Betrugsprozess in Krefeld: Die wichtigsten Fakten

Im Krefelder Landgericht begann 2015 ein Prozess, der das ganze Ausmaß eines enormen Gewinnspielbetrugs in Deutschland offenbarte. Zigtausende Menschen wurden von einem Callcenter in Krefeld und einem internationalen Firmennetzwerk betrogen. Im Mittelpunkt stand der Angeklagte Georgios B., dem bis zu zehn Jahre Haft drohen.

Worum es geht

Zwischen 2008 und 2012 wurden bundesweit rund 270.000 Menschen mit verlockenden Gewinnspielen und Tippgemeinschaften geködert. Statt echter Gewinnaussichten stand hinter dem Angebot Betrug: Der Angeklagte wusste, dass die versprochenen Leistungen nicht erfüllt werden können, wie die Staatsanwaltschaft Extra Tipp am Sonntag herausstellt.

Die wichtigsten Fakten

Gut 66 Millionen Euro sollen mit der Masche erbeutet worden sein. Die Angeklagten verschleierten die Geldflüsse durch ein international verzweigtes Firmennetz mit Gesellschaften in England, Panama und Zypern. Georgios B., geboren 1978 in Düsseldorf, organisierte laut Anklage das System. Die Opfer gaben Einzugsermächtigungen – und verloren Geld für nie erhaltene Leistungen.

Hintergrund

Die Dimension und Professionalität des Betrugs sorgten für großes öffentliches Interesse: Gleich zwei TV-Anstalten begleiteten den Prozessauftakt. Die Anklagepunkte waren so umfangreich, dass deren Vortrag allein rund 20 Minuten dauerte. Die Strategie der Verteidigung: Sie bezeichnete die Anklageschrift als fehlerhaft und forderte eine Einstellung des Verfahrens, fand damit jedoch kein Gehör beim Gericht.

Einordnung für NRW

Nordrhein-Westfalen zeigte sich durch diesen Fall besonders betroffen, denn das betrügerische Callcenter agierte aus Krefeld. Damit rückt das Bundesland erneut in den Fokus, wenn es um ausgefeilte Betrugsmaschen geht, die oft bundesweit griffen und Menschen unterschiedlichster Herkunft schädigten.

Ausblick

Das Gericht entschied, dass das Verfahren wegen einzelner Ungenauigkeiten in der Anklageschrift nicht ausgesetzt werden muss. Entscheidend sei das gesamte System der Täuschung, so der Vorsitzende Richter. Der Prozess wurde auf den 7. und 8. Mai fortgesetzt, wobei noch der Leiter der polizeilichen Ermittlungskommission sowie weitere Erkenntnisse folgen sollten. Zwei der engsten Mitstreiter von Georgios B. waren zu diesem Zeitpunkt noch flüchtig.

Quellen

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