Schockierende Aufnahmen von Tierquälerei und illegalen Schafschlachtungen erschüttern Rheinland-Pfalz.
Im Sommer 2024 wurden durch verdeckte Videoaufnahmen schwere Fälle von Tierquälerei in einem Schafstall im Landkreis Neuwied (Rheinland-Pfalz) aufgedeckt. Die Bilder belegen nicht nur illegale, sondern auch betäubungslose Schlachtungen von Schafen. Der Vorfall ruft bundesweit Empörung hervor und wirft ein Schlaglicht auf das Thema Tierschutz und Kontrolle in der landwirtschaftlichen Tierhaltung. ANINOVA
Zwischen Ende April und Ende Juni 2024 dokumentierten verdeckte Kameras, wie Schafe vor Ort ohne Betäubung geschlachtet wurden – ein Verstoß gegen geltendes Recht, da hierfür keine Lizenz vorlag und betäubungsloses Schlachten in Deutschland verboten ist. Die Aufnahmen zeigen zudem, wie Schafe geschlagen, getreten und mit Eisenstangen sowie Holzstäben misshandelt wurden. Auch Mitarbeitende gingen nachweislich brutal mit den Tieren um. Rund 1.500 Schafe wurden in dem betreffenden Stall gehalten. ANINOVA
Der Schafstall in Bühlingen bei Asbach hatte bis zur Schließung 2023 seine Tiere an den Skandal-Schlachthof in Hürth (bei Köln) geliefert, wo ANINOVA bereits Tierquälereien aufgedeckt hatte. Die neuen Aufnahmen aus Neuwied erinnern in ihrer Brutalität an diese Fälle: Unter anderem werden panische Tiere an den Hinterläufen fixiert sowie von mehreren Männern festgehalten und anschließend ohne Betäubung getötet – ein qualvoller Todeskampf wird festgehalten. ANINOVA
Illegale Schlachtungen und Tierquälerei beim Schäfer von nebenan machen deutlich, dass Probleme im Tierschutz nicht auf Einzelfälle oder bestimmte Regionen beschränkt sind. Auch in NRW gab es in der Vergangenheit vergleichbare Skandale mit Schlachtbetrieben. Der Fall aus Rheinland-Pfalz verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig behördliche Kontrollen und gesellschaftliches Engagement für den Schutz von Nutztieren sind. ANINOVA
Nach Einschaltung des Veterinäramts Neuwied wurde durch die Staatsanwaltschaft Koblenz eine Strafanzeige gestellt und kurze Zeit später ein Strafbefehl gegen den verantwortlichen Schäfer erlassen (260 Tagessätze à 40 Euro, insgesamt 10.400 Euro). Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Bonn die Ermittlungen übernommen. Der Fall verdeutlicht den Handlungsbedarf in Sachen Tierschutzüberwachung und fordert eine breite öffentliche Debatte. ANINOVA
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