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Gemeinsamer Einsatz gegen die Asiatische Hornisse in NRW
17. Mai 2026

Die Asiatische Hornisse gefährdet Bienen in NRW. Taskforce setzt neue Lanze zur Bekämpfung ein. Melden Sie Funde!

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich seit 2014 in Deutschland aus und hat seit Kurzem insbesondere den Kreis Viersen und die Stadt Krefeld fest im Griff. Die Art stellt eine erhebliche Bedrohung für heimische Honig- sowie Wildbienen und viele weitere Insekten dar.

Worum es geht

Die invasive Asiatische Hornisse dezimiert gezielt Bienenvölker und gefährdet langfristig das ökologische Gleichgewicht. Besonders betroffen ist nicht nur die Imkerei, sondern auch die Bestäuberfauna in freier Wildbahn. Matthias Krahn, 1. Vorsitzender des Imkervereins Viersen-Stadt, betont die weitreichende Gefahr für Artenvielfalt und biologische Vielfalt in der Region.
Weitere Einzelheiten liefert Rheinischer Spiegel.

Die wichtigsten Fakten

Mit der seit Anfang 2025 geänderten EU-Verordnung entfiel die verpflichtende Bekämpfung der Asiatischen Hornisse durch Behörden, wodurch vielfach unklar ist, wer für entsprechende Maßnahmen verantwortlich ist. Der Kreisimkerverband Krefeld-Viersen e. V. hat darauf reagiert und eine Taskforce gegründet, die in enger Abstimmung mit der Naturschutzbehörde agiert.

Hintergrund: Schwierige Bekämpfung in großer Höhe

Besonders schwer zu entfernen sind Sekundärnester, die ab Ende Juli meist in über 20 Metern Höhe in Baumwipfeln gebaut werden. Der bisher übliche Einsatz von Hubsteigern ist oft teuer oder nicht praktikabel. Dank einer Spende der Volksbanken in der Region konnte jetzt ein spezielles Lanzenset angeschafft werden, mit dem Nester bis zu 30 Meter Höhe vom Boden aus erreicht werden können. Die Lanze wird durch den Kreisimkerverband verwaltet und kostenlos an die angeschlossenen Imkervereine vergeben, sodass ein breiter Einsatz im gesamten Kreis gewährleistet ist.
Weitere Details finden sich bei Rheinischer Spiegel.

Einordnung für Nordrhein-Westfalen

Durch die jetzt mögliche flächendeckende Bekämpfung sollen die Auswirkungen auf Honigbienen-Bestände und die regionale Umwelt minimiert werden. Alte Nester werden nicht wieder bezogen und verwittern im Winter. Kommendes Jahr ist erhöhte Aufmerksamkeit rund um frühere Standorte der Nester geboten, da überwinterte Königinnen hier mit Vorliebe gründen.

Ausblick und Hinweise für die Bevölkerung

Alle Sichtungen von asiatischen Hornissennestern oder der Tiere selbst sollen mit Foto an den Kreisimkerverband gemeldet werden: meldung@kivkv.de. Die Imker helfen bei der Identifizierung und – falls nötig – bei der fachgerechten Entfernung. Ziel ist es, die Artbestimmung und Bekämpfung gemeinsam zu koordinieren und die Ausbreitung einzudämmen.

Quellen

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