Behandlungsfehler auf Rekordhoch: 7.540 Verdachtsfälle bei TK in 2025 – aktuelle Hintergründe und Anforderungen an Reformen.
Die Zahl der von der Techniker Krankenkasse (TK) registrierten Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler hat 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Laut aktuellen Daten wurden im vergangenen Jahr 7.540 Verdachtsfälle gemeldet – ein Anstieg um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die TK warnt, dass viele Fehler weiterhin nicht gemeldet werden.
Wie aus den aktuellen Versicherungsauswertungen hervorgeht, wurden 2025 insgesamt 7.540 Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler erfasst. Im Jahr zuvor waren es 6.509, 2023 wiederum 5.981. Rund jeder dritte Fall bestätigte sich im Rahmen der Überprüfung, sodass medizinrechtliche Schritte eingeleitet werden konnten. Dennoch existiert laut TK eine hohe Dunkelziffer unerkannter Fälle.
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Viele Behandlungsfehler bleiben laut Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK, unentdeckt oder werden bagatellisiert. Er fordert Veränderungen: Dazu zählen ein einheitliches Melderegister, eine branchenweite Meldepflicht sowie Anpassungen der Datenschutzregelungen. Denn bislang führen Ärztekammern, Medizinischer Dienst und Krankenkassen eigene Fälle separat in unterschiedlichen Registern, was den Gesamtüberblick erschwert.
Auch in Nordrhein-Westfalen sind Patientinnen und Patienten von Behandlungsfehlern betroffen. Aufgrund des föderalen Gesundheitswesens ist Transparenz entscheidend, damit Fehler erkannt und vermieden werden können. Viele Versicherte wissen nicht, dass sie sich bei Verdacht auf einen Behandlungsfehler an ihre Krankenkasse wenden und sich in bestimmten Fällen durch kostenlose Gutachten unterstützen lassen können.
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Die TK fordert, dass Behandlungsfehler nicht nur transparent dokumentiert, sondern auch Meldepflichten für alle Einrichtungen im Gesundheitswesen eingeführt werden. Momentan erschweren Datenschutzbestimmungen zusätzlich eine aktive Information der Versicherten: Selbst wenn die TK Abrechnungsdaten mit Hinweisen auf mögliche Fehler hat, darf sie Betroffene nicht aktiv darüber informieren.
Damit Behandlungsfehler künftig schneller erkannt und verhindert werden, müssten laut TK konkrete Reformen her: Neben einer gesetzlichen Meldepflicht wären Anpassungen beim Datenschutz nötig, sodass Versicherte auf Risiken hingewiesen werden können. Dies würde die Patientenrechte stärken und das Gesundheitswesen sicherer machen.
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