Die NRW-Frauenunion ist wütend: Die Leihmutterschaft-Debatte um Jens Spahn sorgt weiter für Zoff – und CDU-Generalsekretär Linnemann bekommt es direkt zu…
Die Leihmutterschaft-Debatte rund um Jens Spahn sorgt weiter für ordentlich Wirbel – und diesmal trifft der Zorn eine ganz bestimmte Partei: CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Was eigentlich als entspannte Familienpolitik-Runde in Paderborn geplant war, entwickelte sich zu einem ungemütlichen Abend. Der NRW-Vorstand der Frauenunion war per Zuschaltung dabei – und hatte so einiges auf dem Herzen.1
Falls du den Ausgangspunkt noch nicht kennst: Wie wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben, hatte Jens Spahn am 18. Juli 2026 seinen Rücktritt als Unionsfraktionschef bekanntgegeben – ausgelöst durch eine Kontroverse rund um seine Inanspruchnahme einer Leihmutter in den USA, was im Widerspruch zu seiner eigenen politischen Haltung und der der CDU gegenüber Leihmutterschaft stand.2 Der Druck wurde zu groß, Spahn zog die Reißleine.
Genau diese Debatte – oder vielmehr die Art, wie sie geführt wird – bringt die NRW-Vorsitzende der Frauenunion und Heimat- und Bauministerin Ina Scharrenbach auf die Palme. Gegenüber dem WDR machte sie vor der geschlossenen Sitzung am Montag klar, dass sie die Diskussionsführung in Teilen als „völlig unterirdisch“ empfindet.1 Nicht unbedingt der Inhalt allein, sondern vor allem die mangelnde Respektlosigkeit, mit der das Thema behandelt werde, störe sie massiv.
Und das kam direkt bei Carsten Linnemann an: Der CDU-Generalsekretär hatte den Termin in seinem Wahlkreis Paderborn ursprünglich für ein ganz anderes Gespräch vorgesehen – nämlich für einen entspannten Austausch zur Familienpolitik. Stattdessen bekam er die volle Breitseite zu spüren.1
Klar ist: Die Frauenunion ist keine Gruppe, die einfach schweigt, wenn sie das Gefühl hat, dass ein Thema – gerade eines, das Frauen so fundamental betrifft wie Leihmutterschaft – zu leichtfertig durch den politischen Fleischwolf gedreht wird. Der Rücktritt Spahns hat die Debatte nicht beendet, im Gegenteil: Er hat sie erst richtig entfacht.2
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hatte Spahns Abgang bedauert und damit deutlich gemacht, wie groß das politische Gewicht dieser Entscheidung ist.2 Doch während in der Parteizentrale noch über Nachfolge-Fragen nachgedacht wird, kämpft die Frauenunion in NRW gerade auf einer ganz anderen Ebene: Es geht ihr um Respekt – für das Thema, für die Frauen, die als Leihmütter fungieren, und für eine sachliche politische Auseinandersetzung.
Die Leihmutterschaft-Debatte ist längst keine rein innerparteiliche Angelegenheit mehr – sie berührt gesellschaftliche Grundsatzfragen, die weit über die CDU hinausgehen. Und mit der NRW-Frauenunion hat sich jetzt eine lautstarke Stimme zu Wort gemeldet, die klarmacht: Wie man über dieses Thema spricht, ist genauso wichtig wie was man darüber sagt.1 Spannend bleibt, wohin das politisch noch führt – stay tuned!
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