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Lenny Kravitz in Köln: Der heißeste 62-Jährige im Musikgeschäft rockt die Lanxess-Arena
30. Juli 2026

Lenny Kravitz hat die Lanxess-Arena in Köln gerockt – mit Mega-Hits, einem neunköpfigen Band-Sound und jeder Menge Liebe.

Ein Rockstar wie aus dem Bilderbuch

Mal ehrlich: Wann habt ihr zuletzt einen Künstler gesehen, der mit 62 Jahren noch so eine Energie auf die Bühne bringt? Lenny Kravitz hat am Mittwochabend in der Lanxess-Arena in Köln bewiesen, dass er nicht nur einer der letzten echten Rockstars ist – sondern vielleicht sogar das platonische Ideal eines Rockstars schlechthin. Lederjacke an, Bug-Eye-Sonnenbrille bombenfest, enge Hose mit ordentlich Schlag untenrum. Fertig ist die Legende.1

Vom kleinen Lenny zum letzten Rockstar

Die Geschichte hinter dem Mann ist fast so groß wie seine Gitarrenriffs: Als Sohn einer schwarzen TV-Berühmtheit und eines weißen Jazz-Promoters wuchs Kravitz mit Musik auf – zum fünften Geburtstag soll ihm Duke Ellington höchstpersönlich ein Ständchen gespielt haben. Als er 1989 mit „Let Love Rule“ reüssierte, hatten die Plattenbosse wenig Vertrauen: zu wenig weiß für Rock, zu wenig schwarz für den Funk, den er seiner Musik beimischte. Und ein Künstlername wie „Romeo Blue“ half auch nicht gerade. Aber Kravitz ließ sich nicht beirren – und heute hört man in seiner Musik den Einfluss von Jimi Hendrix, Bootsy Collins, Rick James, Prince und sogar Bob Marley.1

Das Konzert: Volle Power von der ersten Minute

Mit „Bring it on“ und „Dig in“ drückte Kravitz gleich zu Beginn das Gaspedal durch – keine Zeit für langsames Aufwärmen. Zum neuen Song „TK421″ griff er sich kurzerhand eine Bassgitarre und bearbeitete sie mit Donnerdaumen. Wer das Strichliste-Spiel aus Gitarrensolo und Saxofonsolo mitgespielt hat, dürfte ordentlich gezählt haben.1

Als zu „Always on the Run“ ein ganzer Bläsersatz auf der Bühne auftauchte, war die Band plötzlich neunköpfig – und die Stimmung in der Halle schoss nach oben. Ein besonderes Highlight des Abends: Jazz-Drummerin Jas Kayser hinter dem Schlagzeug sowie Sologitarrist Craig Ross, der seit 35 Jahren an Kravitz‘ Seite steht. Die beiden wurden zu absoluten Lieblingen des Abends.1

Liebe statt Lärm – Kravitz predigt Vergebung

Was diesen Rockstar von anderen unterscheidet? Er predigt keine Sex-and-Drugs-Botschaft, sondern Vergebung und Verständnis. Die Liebe war sein Gepäck für den Abend in Köln. Und das kam an: Als er bei „Stillness of Heart“ von der Bühne stieg und sich seinen Fans näherte, sang das weich gekochte Publikum brav mit – zumindest die im „Golden Circle“. Aber auch die oberen Ränge wurden nicht vergessen, als Kravitz einer unbekannten Besucherin zurief: „Baby, das nächste Lied singe ich nur für dich.“1

Besonders erfrischend: keine Feuerstöße, keine Konfettikanonen, keine Laufstege über den Köpfen der Menge. Ein klassisches Konzert, wie man es auch vor 40 oder 50 Jahren hätte erleben können – und genau das machte es so besonders.1

Das Finale: Hit auf Hit auf Hit

Das Finish war phänomenal. Nach der Curtis-Mayfield-Hommage „It Ain’t Over ‚Til It’s Over“ folgte eine Hitparade: „American Woman“, „Fly Away“ und „Are You Gonna Go My Way“ mit seinem absoluten Monsterriff. Man hatte fast vergessen, auf was für einen Katalog Kravitz zurückgreifen kann.1

Zur Zugabe spielte er seine allererste Single „Let Love Rule“ – und das Publikum schmolz dahin. Ein Liebesfest zum Abschluss. Und dann? Kam Kravitz noch einmal ans Volk, gab Autogramme und zeigte, wie nahbar auch der breitbeinigste Rockstar sein kann. Fazit: Wer Lenny Kravitz live gesehen hat, weiß, warum er seit über 35 Jahren im Geschäft ist. Und wer ihn noch nicht gesehen hat – holt das unbedingt nach!1

Quellen

  1. Konzert in Köln: Lenny Kravitz ist der heißeste 62-Jährige im Musikgeschäft – Kölnische Rundschau


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