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Waffenkammern in Remscheid: Angeklagter bestreitet Handel vor Gericht
31. Juli 2026

Ein 60-jähriger Remscheider steht vor dem Landgericht Wuppertal: Er bestreitet den Handel mit scharfen Waffen – doch ein Zeuge aus Polen belastet ihn schwer.

Fanatischer Sammler oder Waffenhändler?

Ein Fall, der es in sich hat: Vor dem Landgericht Wuppertal läuft derzeit ein Prozess, der NRW in Atem hält. Ein 60-jähriger Remscheider steht vor Gericht – und die Vorwürfe sind heftig. Es geht um vier Waffenkammern, vollgepackt mit scharfen Maschinengewehren, die im Oktober 2025 in seiner Auto-Werkstatt ausgehoben wurden. Doch der Angeklagte sieht das ganz anders.1

„Ich habe nie mit scharfen Waffen gehandelt“

Am Mittwoch meldete sich der Hauptangeklagte persönlich zu Wort – und seine Aussage war eindeutig: Er bezeichnet sich selbst als „fanatischen Sammler“ von Militaria, also speziellen Gegenständen aus dem Zweiten Weltkrieg. Mit scharfen Waffen gehandelt habe er jedoch nie. Stattdessen habe er die Waffen „entmilitarisieren“ wollen, sprich: unbrauchbar machen wollen.1

Außerdem gibt er an, die Waffen lediglich „zwischengelagert“ zu haben, weil er darum gebeten worden sei. Klingt erstmal plausibel – wäre da nicht der Widerspruch, den er sich selbst gebaut hat. Denn kurz zuvor hatte er über seine Anwältin erklären lassen: „Ich wollte nie damit schießen, ich wollte sie nur besitzen.“ Besitzen und zwischenlagern – das passt irgendwie nicht ganz zusammen, oder?1

Die belastende Aussage aus Polen

Richtig brenzlig wurde es durch die Aussage eines Zeugen aus Polen, der per Video zugeschaltet war. Der Mann sagte aus, er habe dem Remscheider mindestens 150 Maschinengewehre der Bezeichnung „Skorpion“ sowie 150 scharfe Pistolen verkauft. Der geschätzte Stückpreis für eine Skorpion: rund 1.500 Euro.1

Das ist eine ziemlich erdrückende Aussage – und trotzdem nahm der Hauptangeklagte diese Belastung laut Berichten lächelnd hin. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, was ihm bei einer Verurteilung droht: mindestens sieben Jahre Haft.1

Was steckt hinter dem Fall?

Die Anklage behauptet, der 60-Jährige habe aktiv mit den scharfen Waffen gehandelt – und die Beweise wirken auf den ersten Blick tatsächlich erdrückend. Vier Waffenkammern in einer Auto-Werkstatt, hunderte scharfe Waffen, ein polnischer Zeuge, der Verkäufe bestätigt – das ist kein kleines Kavaliersdelikt.1

Der Angeklagte bleibt dabei: Waffenbesitz ja, Waffenhandel nein. Ob das Gericht ihm das glaubt, wird sich im weiteren Verlauf des Prozesses am Landgericht Wuppertal zeigen. Wir bleiben für euch dran – denn dieser Fall aus dem Bergischen Land hat alles, was einen echten Krimi ausmacht.1

Quellen

  1. Tagesschau/WDR: Angeklagter bestreitet Waffenhandel – Prozess um Remscheider Waffenkammern


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