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Kindernöte e.V. in Köln-Chorweiler: Wenn Prävention verlässliche Unterstützung braucht
1. August 2026

Kindernöte e.V. kämpft in Köln-Chorweiler für Kinder und Familien – doch fehlende Dauerfördermittel gefährden wichtige Präventionsangebote.

Kinder stärken, bevor es zu spät ist

Prävention funktioniert nur, wenn sie langfristig gedacht wird – das wurde beim Volt Meet & Greet am 30. Juli 2026 in Köln mehr als deutlich. Auf Einladung von Dirk Bachhausen berichtete Ingrid Hack, Geschäftsführerin von Kindernöte e.V., über die Arbeit des Vereins im Stadtbezirk Chorweiler. Und was sie zu erzählen hatte, macht nachdenklich – aber auch Hoffnung.1

Ein Verein, der früh ansetzt

Kindernöte e.V. engagiert sich seit 1996 für Kinder und Familien in Chorweiler. Der Verein begleitet Kinder von der Geburt bis zum Alter von 14 Jahren und bietet dabei eine ganze Reihe niedrigschwelliger und inklusiver Angebote an.1 Was steckt dahinter? Hier ein Überblick:

  • Familienhebamme und Hebammen-Ambulanz
  • Kleines-Schritte-Netzwerk
  • KinderWillkommen und ABC-Kids
  • Straßen-Kinder-Projekt
  • Spaß-Schule
  • Angebote für sogenannte Lückenkinder
  • Inklusionsdolmetscher

Die Idee dahinter: Nicht warten, bis Familien in der Krise stecken, sondern früh ansetzen, begleiten und stärken – direkt im Veedel, wo die Menschen leben.1

Das Problem: Wenn Förderung ausläuft

So wichtig die Arbeit ist – so wackelig ist oft ihre finanzielle Grundlage. Besonders deutlich wird das am Beispiel des Kleine-Schritte-Netzwerks, das werdende Eltern sowie Familien mit Babys und Kleinkindern unterstützt. Seit dem Auslaufen einer öffentlichen Förderung Ende 2022 muss der Verein die Finanzierung aus verschiedenen privaten Mitteln zusammensetzen.1

Das kostet nicht nur Nerven – es kostet vor allem Zeit und Energie, die eigentlich für die Arbeit mit Kindern und Familien gebraucht wird. Kurzfristige Projektförderungen und die Abhängigkeit von privaten Spenden machen eine verlässliche Planung fast unmöglich. Und das, obwohl erfolgreiche Präventionsangebote langfristige Perspektiven brauchen, um wirklich wirksam zu sein.1

Was Politik jetzt tun muss

Dirk Bachhausen, der den Abend initiiert hatte, brachte es nach dem Austausch auf den Punkt:

„Kinder- und Jugendarbeit ist extrem wichtig. Jeder Euro, den wir in Prävention investieren, zahlt sich im späteren Leben vielfach für die Gesellschaft aus. Hier müssen und werden wir helfen und unterstützen.“1

Für ihn ist klar: Politik muss den Menschen zuhören, die täglich vor Ort arbeiten. Vereine wie Kindernöte e.V. kennen die Bedürfnisse der Familien, erreichen Menschen unmittelbar in ihren Veedeln und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu Chancengerechtigkeit, Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt.1

Aus Gesprächen müssen Taten werden

Der Abend beim Volt Meet & Greet hat gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen sozialen Trägern, Politik und engagierten Menschen ist. Aber ein gutes Gespräch allein reicht nicht. Präventive Kinder- und Jugendhilfe braucht Anerkennung, dauerhafte Finanzierung und verlässliche politische Unterstützung – und zwar jetzt.1

Denn am Ende geht es um mehr als Zahlen und Fördertöpfe: Es geht um Kinder, die eine faire Chance verdienen. Und das ist eigentlich keine Frage des Ob – sondern nur des Wie und Wann.

Quellen

  1. Prävention braucht verlässliche Unterstützung: Kindernöte e.V. beim Volt Meet & Greet – Rheinische Anzeigenblätter


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