Kurz vor den Kölner Lichtern 2026 fuhr sich die MS Arielle Royal im Rhein fest – Evakuierung, Routenänderung und Rekord-Niedrigwasser sorgten für Drama.
Kurz vor dem Start der Kölner Lichter wurde es nochmal richtig spannend – und nicht nur wegen des Rekord-Niedrigwassers im Rhein! Wenige Stunden vor dem Feuerwerk-Spektakel hat sich das Flusskreuzfahrtschiff MS Arielle Royal aus dem niederländischen Maasbracht auf der rechten Rheinseite festgefahren.1 Und das ausgerechnet in gefährlicher Nähe zum geplanten Standort des Feuerwerksschiffs.
Die Wasserschutzpolizei war sofort im Austausch mit den Veranstaltern, um eine Lösung zu finden. Das Ergebnis: Das festgefahrene Schiff musste bis 21:30 Uhr komplett evakuiert werden. Außerdem musste der Kapitän schriftlich bestätigen, dass er für eventuelle Schäden an seinem Boot selbst aufkommt – was er auch tat.1 Damit konnte das Feuerwerk wie geplant um 23 Uhr starten. Puh, nochmal Glück gehabt!
Veranstalter Werner Nolden, der seit dem allerersten Tag die Kölner Lichter ausrichtet, hatte am Morgen schon ordentlich gezittert: „Vier Schiffe aus den Niederlanden waren noch unterwegs und haben es rechtzeitig nach Köln geschafft. Eins hat sich beim Anlegen unterhalb des Musical Domes prompt festgefahren. Darauf wird nun ein Bordfest veranstaltet.“1
Das Rekord-Niedrigwasser mit nur 67 Zentimetern am Kölner Rheinpegel am Samstagmittag (1. August 2026) hat die gesamte Veranstaltung vor riesige Herausforderungen gestellt.1 Von den ursprünglich 27 angemeldeten Schiffen haben es gleich sechs gar nicht erst nach Köln geschafft. Am Ende nahmen 16 Schiffe am Konvoi teil, der Rest blieb an den Landebrücken.1
Und noch eine Premiere: Der Schiffskonvoi verlief aufgrund des Niedrigwassers erstmals Richtung Niehl, bevor die beleuchteten Schiffe auf Höhe Tanzbrunnen und Bastei ihre Position bezogen.1 Die Fließgeschwindigkeit des Rheins betrug in diesem Jahr übrigens nur noch 5 km/h.
Trotz aller Widrigkeiten fand das Rennen um den Stadtachter ab 20:45 Uhr wie geplant mit sechs Booten statt. Wegen des Niedrigwassers mussten die Teilnehmer sogar eine längere Strecke als üblich absolvieren: 2,5 Kilometer statt der sonst üblichen 2 Kilometer – das sind 500 Meter mehr als in den Vorjahren.1
Die 21. Ausgabe der Kölner Lichter war definitiv die turbulenteste bisher. Festgefahrene Schiffe, Evakuierungen, geänderte Routen – und trotzdem ging das Feuerwerk um 23 Uhr pünktlich los. Das nennt man echten Kölner Durchhaltewillen! Mehr Updates rund um Events und Highlights aus NRW gibt’s wie immer bei uns auf antenne.nrw.
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