Kölner Bäckermeister Alex Onasch eröffnet mit „Prôt“ eine XXL-Backhalle im Carlswerk Mülheim – 920 qm, ein Riesenofen und bis zu 600 Brote pro Stunde.
Wer gutes Brot liebt, kennt vielleicht schon das Kölner Konzept hinter „Prôt“. Bäckermeister Alex Onasch setzt seit 2019 auf genau acht Sauerteig-Brotsorten – nicht mehr, nicht weniger. Keine Brötchen, kein Gebäck, kein Schnickschnack. Und das Konzept? Läuft wie geschnitten Brot. So sehr, dass die alte Backstube an der Lütticher Straße einfach nicht mehr mithalten konnte.1
Jetzt hat der 34-Jährige den nächsten großen Schritt gewagt: Im Carlswerk in Köln-Mülheim hat Onasch gemeinsam mit Ehefrau Kim eine neue Backhalle bezogen – und die hat es wirklich in sich. Statt der bisherigen 150 Quadratmeter stehen ihm dort jetzt 920 Quadratmeter zur Verfügung. Backstube wäre da eigentlich das falsche Wort.1
Bevor die Bäcker dort das erste Brot geformt haben, hat Onasch seit 2023 an seinen Plänen gefeilt. Kein Wunder – schließlich steckt eine Investition von 2 Millionen Euro dahinter, die einfach wasserdicht sein muss.1
Das absolute Highlight der neuen Backhalle? Der Ofen. Die sechs Meter hohe Anlage mit zwölf Herden hat zusammengelegt eine Fläche von 60 Quadratmetern – größer als so manche Wohnung. Und das Beste: Er kann bis zu 600 Brote die Stunde ausspucken. Aktuell wird diese Kapazität noch nicht vollständig ausgeschöpft, aber Onasch plant schon für die Zukunft. In den nächsten Jahren sollen zwei weitere Filialen dazukommen – am liebsten in der Südstadt und in Nippes.1
Was Prôt von anderen Bäckereien unterscheidet, ist nicht nur das Sortiment, sondern auch die Philosophie dahinter. Das Prinzip der „Langführung des Teiges“ ist für Onasch entscheidend: Der Teig bekommt zwei Tage Zeit zum Ruhen – dafür gibt es in der neuen Backhalle auch riesige Kühlräume, denn moderne Kühlung spielt laut Onasch eine immer wichtigere Rolle.1
Gebacken wird auch hier ab 6 Uhr morgens – verkauft aber erst ab 10 Uhr. Der Teig soll schließlich seine Zeit bekommen. Übrigens: Onasch selbst hält sich wegen einer Roggenmehl-Allergie lieber etwas auf Distanz vom großen Arbeitstisch in der Produktionshalle.1
In den lichtdurchfluteten Räumen, in denen früher die Schlosserei des Schauspiels und das Lager der RTL-Sendung „Schlag den Raab“ untergebracht waren, arbeiten jetzt acht Bäckerinnen und Bäcker sowie zwei Helfer. Und wer denen beim Backen zuschauen möchte: Die Backstube gilt als die wohl gläsernste in ganz Köln.1
Neben dem neuen Standort im Carlswerk gibt es Prôt weiterhin an der Lütticher Straße sowie an der Dürener Straße. Wer also richtig gutes, handwerklich gemachtes Sauerteigbrot aus Köln liebt – hier ist die Adresse.1
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!