Am Düsseldorfer Hauptbahnhof schnappten Zivilfahnder der Bundespolizei einen Taschendieb, der im ICE einen Rucksack gestohlen hatte.
Stell dir vor, du sitzt im Zug, alles läuft entspannt – und kurz vor dem Ausstieg ist dein Rucksack einfach weg. Genau das ist einem 42-jährigen Reisenden am Samstagabend, dem 1. August 2026, am Düsseldorfer Hauptbahnhof passiert. Die gute Nachricht: Die Zivilfahnder der Bundespolizei waren schneller als der Täter.1
Die Beamten beobachteten bereits im ICE 224 auf der Fahrt in Richtung Amsterdam Centraal einen 21-jährigen Mann, der gezielt nach potenziellen Tatgelegenheiten und möglichen Opfern Ausschau hielt. Gegen 20:30 Uhr erreichte der Zug den Hauptbahnhof Düsseldorf – und der Tatverdächtige schlug zu.1
Er griff den Rucksack des 42-jährigen Reisenden aus der Gepäckablage und ersetzte ihn durch einen ähnlich aussehenden Rucksack. Dann verließ er den Zug und flüchtete. Der Geschädigte? Hat den Diebstahl laut eigener Aussage gar nicht bemerkt.1
Der Tatverdächtige nutzte einen Trick, den die Bundespolizei als sogenannten „Rucksack-Austausch“ bezeichnet. Dabei platziert der Täter bereits während der Fahrt einen eigenen, oft wertlosen Rucksack in der Nähe des späteren Diebesguts. Kurz vor dem Ausstieg tauscht er diesen unbemerkt gegen den Rucksack des Opfers aus – der Eindruck einer unbeabsichtigten Verwechslung soll entstehen.1
Besonders tückisch: In vielen Fällen bemerken Betroffene den Diebstahl erst viel später oder gehen zunächst von einem Versehen aus. Dadurch wird die Tat oft verspätet angezeigt.1
Die eingesetzten Zivilfahnder ließen den 21-Jährigen nicht entkommen. Noch im Düsseldorfer Stadtgebiet wurde er gestellt und vorläufig festgenommen. Im Bundespolizeirevier Düsseldorf folgte die Durchsuchung – dabei fanden die Beamten ein Taschenmesser auf dem Tatverdächtigen. Im entwendeten Rucksack befanden sich Wertgegenstände, Bargeld und Ausweisdokumente – Gesamtschaden: rund 1.500 Euro.1
Der Geschädigte kam ebenfalls zum Bundespolizeirevier und erhielt sein gesamtes Eigentum zurück. Der 21-Jährige wurde anschließend für eine Haftvorführung am Folgetag ins Polizeigewahrsam Düsseldorf überstellt. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines besonders schweren Falls des Diebstahls ein.1
Damit dir sowas nicht passiert, hat die Bundespolizei ein paar klare Tipps parat:1
Der Fall zeigt: Die Bundespolizei ist auch undercover unterwegs und hat ein waches Auge auf Taschendiebe – besonders auf clevere Tricks wie den Rucksack-Austausch. Trotzdem gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Also Augen auf beim nächsten Zugtrip und Rucksack im Blick behalten!
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