Ein 72-Jähriger fuhr nach einem Streit mit einem Freund angetrunken durch Siegen und fiel der Polizei auf. Der Atemalkoholtest ergab 0,6 Promille.
Manchmal läuft es einfach nicht. Streit mit einem guten Freund, die Stimmung im Keller – und dann trifft man auch noch die denkbar schlechteste Entscheidung. Genau das ist einem 72-Jährigen in Siegen passiert. Der Mann setzte sich angetrunken hinters Steuer und sorgte damit für eine Begegnung mit der Polizei, die er sich garantiert anders vorgestellt hatte.1
Am Dienstagabend (04.08.2026) gegen 20 Uhr war eine Streife der Polizeiwache Siegen in der Oranienstraße unterwegs, als den Beamten ein schwarzer Mercedes ins Auge fiel. Der Grund: Der 72-jährige Fahrer hing mit dem gesamten Oberkörper aus dem Fenster seines Autos – ohne angelegten Gurt. Und als wäre das nicht genug, schrie er lautstark Beschimpfungen nach draußen und gestikulierte wild.1
Klar, dass die Polizei da nicht einfach weiterfährt. Der Mann qualifizierte sich mit seinem Verhalten quasi selbst für eine Verkehrskontrolle – und die folgte prompt.1
Im Rahmen der Kontrolle ergaben sich schnell Hinweise auf Alkoholkonsum. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest vor Ort bestätigte den Verdacht. Der 72-Jährige wurde daraufhin mit zur Polizeiwache nach Siegen genommen, wo ein weiterer Test durchgeführt wurde. Das Ergebnis: 0,6 Promille.1
Auf dem Weg zur Wache öffnete sich der Senior dann gegenüber den Beamten und erklärte, warum er so aufgewühlt war: Er hatte sich mit einem Freund gestritten und war schlicht wutentbrannt losgefahren. Ein klassischer Fall von Emotionen, die die Vernunft überwältigen – mit unangenehmen Folgen.1
Der 72-Jährige kassierte eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige und durfte seinen Mercedes nicht weiterfahren. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt. Was bleibt, ist sein eigenes, ziemlich treffendes Fazit zu dem ganzen Abend: „Das ist jetzt aber alles besonders dumm gelaufen.“ – Worte, denen man wohl kaum widersprechen kann.1
Diese Geschichte ist gleichzeitig skurril und ein echter Weckruf. Wut ist eine starke Emotion – aber sie ist kein Grund, sich angetrunken hinters Steuer zu setzen. Schon bei 0,5 Promille ist in Deutschland Schluss mit Autofahren, darunter können bei auffälliger Fahrweise ebenfalls Konsequenzen drohen. Wer sich nach einem Streit so richtig in Rage gefahren hat, sollte lieber erst mal tief durchatmen, zu Fuß gehen oder ein Taxi rufen – bevor aus Frust ein echtes Problem wird. Für alle anderen bleibt diese Geschichte das, was sie ist: ein kurioses, aber lehrreiches Beispiel dafür, wie ein gestresspter Abend schnell eskaliert.1
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