Foto wurde mit
KI generiert
Sextortion im Kreis Wesel: So schützt du dich vor der fiesen Erpressungsmasche
5. August 2026

Sextortion im Kreis Wesel: Täter erpressen Opfer mit intimen Bildern aus Dating-Apps. Die Polizei erklärt, wie du dich schützt und was du im Ernstfall tun…

Wenn aus einem Flirt eine Falle wird

Stell dir vor, du chattest mit jemandem auf TikTok oder einer Dating-App, der Kontakt wirkt super nett und vertrauenswürdig – und plötzlich sitzt du in einer Falle. Genau das passiert bei sogenannter Sextortion immer häufiger. Die Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde Wesel warnt jetzt eindringlich vor dieser perfiden Masche, bei der Täter gezielt mit Scham und Erpressung arbeiten.1

So läuft die Masche ab

Der Ablauf ist immer ähnlich: Die Täter knüpfen über TikTok, Dating-Apps oder andere soziale Netzwerke Kontakte, bauen langsam Vertrauen auf und bringen ihre Opfer dazu, intime Bilder oder Videos zu teilen.1 Danach wechseln sie häufig auf Instagram oder andere Plattformen – und das hat einen Grund: Sie wollen sich Zugang zur Kontaktliste verschaffen.

Mit diesem Zugriff drohen sie dann, die intimen Aufnahmen an Freunde, Familie oder Arbeitskollegen zu schicken – es sei denn, das Opfer zahlt sofort. Als Zahlungsmittel fordern die Täter gezielt Codes von Paysafecards oder Guthabenkarten von Tankstellen und anderen Einzelhändlern. Der Grund: Diese lassen sich blitzschnell einlösen und sind kaum zurückzuverfolgen.1

Das Gemeine daran: Sie setzen auf deine Scham

Die Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde Wesel macht deutlich: Die Täter kalkulieren ganz bewusst damit, dass sich Opfer schämen und deshalb schweigen. Genau das dürft ihr ihnen nicht gönnen! Wer erpresst wird, sollte sich nicht unter Druck setzen lassen – und auf keinen Fall zahlen. Denn eine Zahlung beendet die Erpressung in der Regel nicht. Im Gegenteil: Wer zahlt, muss oft mit weiteren und höheren Forderungen rechnen.1

So schützt du dich – diese Tipps der Polizei solltest du kennen

  • Sei vorsichtig bei Online-Bekanntschaften, besonders wenn der Kontakt sehr schnell persönlicher oder intimer wird.1
  • Versende keine intimen Fotos oder Videos an Personen, die du ausschließlich aus dem Internet kennst.1
  • Halte deine Kontaktlisten und Social-Media-Profile möglichst nicht öffentlich zugänglich.1
  • Wechsle nicht vorschnell auf andere Plattformen, wenn dein Gegenüber das vorschlägt.1
  • Überprüfe regelmäßig deine Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken.1

Wenn es doch passiert ist: Diese Schritte sind jetzt wichtig

Du bist bereits Opfer geworden? Dann gilt: Schäm dich nicht – genau dieses Gefühl wollen die Täter ausnutzen. Hier ist, was du jetzt tun solltest:1

  1. Sichere Beweise durch Screenshots der Unterhaltung, der Forderung und der Benutzerprofile.
  2. Zahle nicht – eine Zahlung löst das Problem nicht, sondern verschlimmert es meist.
  3. Brich den Kontakt ab, melde die Täterprofile bei der jeweiligen Plattform und blockiere die Accounts.
  4. Wende dich an deine Polizeidienststelle und erstatte Anzeige.

Weitere Infos bekommst du unter www.polizei-beratung.de oder direkt beim Kriminalkommissariat für Prävention und Opferschutz der Kreispolizeibehörde Wesel unter der Rufnummer 0281/1074420.1

Quellen

  1. POL-WES: Kreis Wesel – Kriminalprävention warnt vor Sextortion. Täter setzen gezielt auf Scham und Erpressung.


Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2026 The Radio Group Holding GmbH

Newsletter

Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven! 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.