Die Polizei Kreis Borken warnt vor unseriösen Notdienstanbietern im Netz – zwei Fälle wegen Wucherverdacht laufen bereits.
Das Bienennest unter dem Dach muss weg – und zwar schnell. Oder das Rohr ist verstopft und das Wasser steigt. In solchen Stressmomenten greift man schnell zum Handy, googelt einen Notdienst und hofft auf schnelle Hilfe. Genau das nutzen unseriöse Anbieter gnadenlos aus. Die Kreispolizeibehörde Borken schlägt jetzt Alarm und warnt ausdrücklich vor dieser Masche – denn aktuell laufen gleich zwei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Wuchers.1
Zwei Betroffene im Kreis Borken haben Strafanzeige erstattet. In beiden Fällen suchten sie kurzfristig über eine Internetsuche nach Hilfe – einmal wegen eines Bienennestes, einmal wegen einer Rohrverstopfung. Die Mitarbeiter der beauftragten Firmen erschienen zügig, erledigten die Arbeiten in kurzer Zeit – und präsentierten anschließend (teilweise sogar schon vorher) saftige Rechnungen, die laut den Betroffenen in keinem angemessenen Verhältnis zur erbrachten Leistung standen.1
Bezahlt werden sollte sofort – per Kartenlesegerät, direkt vor Ort. Und als die Betroffenen später nachhakten, wurden die Ansprechpartner plötzlich schwer erreichbar. Auch die angegebenen Firmenanschriften wirkten im Nachhinein zweifelhaft. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.1
Die Kreispolizeibehörde Borken hat klare Tipps zusammengestellt, wie du dich in Notsituationen schützen kannst. Kurz gesagt: Auch wenn der Stress groß ist – nimm dir kurz Zeit, bevor du unterschreibst oder zahlst.1
Wenn du das Gefühl hast, dass du Opfer eines unseriösen Notdienstes geworden bist, zöger nicht: Erstattet möglichst schnell Anzeige bei der Polizei. Sichere alle Unterlagen – Rechnungen, Zahlungsbelege, E-Mails, Fotos, Chatverläufe. Und wenn du per Karte gezahlt hast, wende dich auch direkt an deine Bank.1
Wichtig zu wissen: Ein hoher Preis allein ist noch keine Straftat. Ob der Tatbestand des Wuchers oder andere Delikte vorliegen, prüft die Polizei anhand der genauen Umstände des Einzelfalls. Genau deshalb ist es so wichtig, verdächtige Fälle frühzeitig zu melden – nur so können die Behörden handeln.1
Klar, wenn das Rohr verstopft ist oder ein Wespennest die Terrasse unsicher macht, will man das sofort gelöst haben. Aber genau diesen Zeitdruck nutzen unseriöse Anbieter aus. Ein kurzer Check des Unternehmens, ein klarer Kostenrahmen vorab und ein kritischer Blick auf die Rechnung können bares Geld sparen – und schlimmstenfalls eine Anzeige verhindern. Stay safe, NRW!
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