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Vorsicht, Abzocke! Polizei Kreis Borken warnt vor unseriösen Notdienstanbietern
5. August 2026

Die Polizei Kreis Borken warnt vor unseriösen Notdienstanbietern im Netz – zwei Fälle wegen Wucherverdacht laufen bereits.

Wenn aus der Not eine Kostenfalle wird

Das Bienennest unter dem Dach muss weg – und zwar schnell. Oder das Rohr ist verstopft und das Wasser steigt. In solchen Stressmomenten greift man schnell zum Handy, googelt einen Notdienst und hofft auf schnelle Hilfe. Genau das nutzen unseriöse Anbieter gnadenlos aus. Die Kreispolizeibehörde Borken schlägt jetzt Alarm und warnt ausdrücklich vor dieser Masche – denn aktuell laufen gleich zwei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Wuchers.1

Was ist passiert?

Zwei Betroffene im Kreis Borken haben Strafanzeige erstattet. In beiden Fällen suchten sie kurzfristig über eine Internetsuche nach Hilfe – einmal wegen eines Bienennestes, einmal wegen einer Rohrverstopfung. Die Mitarbeiter der beauftragten Firmen erschienen zügig, erledigten die Arbeiten in kurzer Zeit – und präsentierten anschließend (teilweise sogar schon vorher) saftige Rechnungen, die laut den Betroffenen in keinem angemessenen Verhältnis zur erbrachten Leistung standen.1

Bezahlt werden sollte sofort – per Kartenlesegerät, direkt vor Ort. Und als die Betroffenen später nachhakten, wurden die Ansprechpartner plötzlich schwer erreichbar. Auch die angegebenen Firmenanschriften wirkten im Nachhinein zweifelhaft. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.1

So schützt du dich vor der Abzocke

Die Kreispolizeibehörde Borken hat klare Tipps zusammengestellt, wie du dich in Notsituationen schützen kannst. Kurz gesagt: Auch wenn der Stress groß ist – nimm dir kurz Zeit, bevor du unterschreibst oder zahlst.1

  • Informiere dich vor der Beauftragung über das Unternehmen und lies Bewertungen kritisch.
  • Achte auf ein vollständiges Impressum mit nachvollziehbarer Firmenanschrift und Festnetznummer.
  • Vereinbare möglichst vor Arbeitsbeginn einen verbindlichen Preis oder zumindest einen Kostenrahmen.
  • Lass dir die einzelnen Leistungen und Kosten verständlich erklären.
  • Sei besonders vorsichtig, wenn eine sofortige oder vollständige Zahlung bereits vor Beginn der Arbeiten verlangt wird.
  • Lass dich nicht unter Druck setzen – unterschreibe oder bezahle nichts, wenn dir Forderungen unangemessen hoch erscheinen.
  • Hol dir im Zweifel eine zweite Meinung oder ein weiteres Angebot ein.
  • Bewahre Rechnungen, Zahlungsbelege und alle Kommunikationsdaten sorgfältig auf.

Was tun, wenn’s schon passiert ist?

Wenn du das Gefühl hast, dass du Opfer eines unseriösen Notdienstes geworden bist, zöger nicht: Erstattet möglichst schnell Anzeige bei der Polizei. Sichere alle Unterlagen – Rechnungen, Zahlungsbelege, E-Mails, Fotos, Chatverläufe. Und wenn du per Karte gezahlt hast, wende dich auch direkt an deine Bank.1

Wichtig zu wissen: Ein hoher Preis allein ist noch keine Straftat. Ob der Tatbestand des Wuchers oder andere Delikte vorliegen, prüft die Polizei anhand der genauen Umstände des Einzelfalls. Genau deshalb ist es so wichtig, verdächtige Fälle frühzeitig zu melden – nur so können die Behörden handeln.1

Fazit: Im Notfall kurz durchatmen

Klar, wenn das Rohr verstopft ist oder ein Wespennest die Terrasse unsicher macht, will man das sofort gelöst haben. Aber genau diesen Zeitdruck nutzen unseriöse Anbieter aus. Ein kurzer Check des Unternehmens, ein klarer Kostenrahmen vorab und ein kritischer Blick auf die Rechnung können bares Geld sparen – und schlimmstenfalls eine Anzeige verhindern. Stay safe, NRW!

Quellen

  1. POL-BOR: Kreis Borken – Polizei warnt vor unseriösen Notdienstanbietern – Ermittlungen wegen des Verdachts des Wuchers (Presseportal)


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