In Düsseldorf-Kalkum wurde eine Panzergranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und kontrolliert gesprengt. Rund 120 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.
In Düsseldorf-Kalkum wurde am Mittwoch, 5. August, eine Panzergranate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt – und das mitten bei laufenden Sondierungsarbeiten an der Kalkumer Schlossallee in Höhe der Zeppenheimer Straße. Solche Funde erinnern uns immer wieder daran, dass der Krieg in NRW buchstäblich noch unter der Erde steckt. Gut, dass die Experten schnell zur Stelle waren!1
Um 16.20 Uhr war es dann soweit: Sprengmeister Julian Granzow und Kampfmittelbeseitiger Michael Hoff vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf haben die Granate erfolgreich kontrolliert gesprengt. Die Stadt Düsseldorf bestätigte: Alles lief glatt.1
Damit die Sache sicher über die Bühne gehen konnte, musste rund um den Fundort ein Sicherheitsradius von 300 Metern eingerichtet werden. Spätestens um 16 Uhr musste die Zone geräumt sein. Insgesamt waren rund 120 Anwohnerinnen und Anwohner betroffen, die vorübergehend ihre Häuser und Wohnungen verlassen mussten.1
Wer nicht wusste, wohin: Im Theodor-Fliedner-Gymnasium an der Kalkumer Schlossallee wurde eine provisorische Betreuungsstelle eingerichtet. Sechs Menschen und ein Hund nutzten das Angebot. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte vor Ort – vom Ordnungsamt über Feuerwehr und Polizei bis hin zu den Stadtwerken, der Rheinbahn sowie verschiedenen Hilfsorganisationen und dem Amt für Verkehrsmanagement.1
Auch auf den Straßen rund um Kalkum war ordentlich was los: Seit 15.30 Uhr hatten Polizei und Ordnungsamt die zuführenden Straßen im Bereich der Kalkumer Schlossallee komplett dichtgemacht. Und auch die Rheinbahn-Buslinien 728, 749, 751 und 760 mussten für die Dauer des Einsatzes über die Arnheimer Straße und Einbrunger Straße umgeleitet werden.1
Besonders spannend: Für die Zeit der Sprengung wurde sogar der Flugbetrieb kurzzeitig eingestellt – das zeigt, wie ernst der Kampfmittelbeseitigungsdienst und die Stadt Düsseldorf die Sache genommen haben. Zum Glück dauerte die Unterbrechung nicht lange, und unmittelbar nach der erfolgreichen Sprengung wurden alle Straßensperrungen wieder aufgehoben.1
Das Fazit: Ein Fund, der erstmal für Aufregung gesorgt hat – aber dank des schnellen und professionellen Einsatzes von Sprengmeistern, Feuerwehr, Polizei und vielen weiteren Kräften ohne Probleme zu Ende gebracht werden konnte. Wer in der Nähe war, konnte danach beruhigt nach Hause zurückkehren. NRW und seine Routiniers im Umgang mit Kriegsaltlasten – das klappt!1
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