Grubenwasser aus Lohberg und Hünxe soll in Voerde in den Rhein fließen – nahe dem Strandhaus Ahr. Warum der geplante Standort auf so viel Widerstand stößt.
Stell dir vor, du liegst entspannt am Rhein, direkt am Strandhaus Ahr in Voerde – und kurz daneben wird Grubenwasser eingeleitet. Klingt seltsam? Ist aber genau das, was gerade diskutiert wird. Denn das Grubenwasser aus Lohberg und Hünxe soll künftig in Voerde in den Rhein fließen, und der dafür ins Auge gefasste Standort liegt nahe dem Strandhaus Ahr. Das sorgt vor Ort für Gesprächsstoff und jede Menge Ablehnung.1
Wenn Bergwerke stillgelegt werden, hört das Wasser nicht einfach auf zu fließen. Sogenanntes Grubenwasser sammelt sich in den alten Schächten und Stollen unter der Erde und muss dauerhaft abgepumpt und abgeleitet werden. In diesem Fall geht es um Wasser aus den Zechen in Lohberg und Hünxe. Der Plan sieht vor, dieses Wasser über eine Trasse nach Voerde zu leiten und dort in den Rhein einzuleiten.1
Eine Ansicht, die den geplanten Trassenverlauf auf Voerder Gebiet zeigt, verortet die Einleitungsstelle konkret in der Nähe des Strandhauses Ahr – also an einem Ort, der für viele Menschen in der Region ein beliebtes Ausflugsziel ist.1
Dass ausgerechnet diese Stelle gewählt werden soll, kommt bei den Menschen vor Ort nicht gut an. Die Nähe zu einem beliebten Freizeitbereich direkt am Rhein macht den Plan für viele schwer nachvollziehbar. Wer kennt das nicht: Man freut sich auf einen entspannten Tag am Wasser – und dann soll genau da Industriewasser eingeleitet werden. Kein Wunder, dass das auf Widerstand stößt.1
Details zu den genauen Einwänden und den beteiligten Parteien sind bislang hinter einer Bezahlschranke, die vollständige Berichterstattung der NRZ gibt darüber Auskunft. Fest steht aber: Das Thema bewegt die Region, und die Diskussion dürfte noch lange nicht beendet sein.1
Solche Entscheidungen rund um die Nachbergbau-Ära betreffen nicht nur die direkt betroffenen Orte – sie zeigen, wie der Strukturwandel im Ruhrgebiet und am Niederrhein bis heute spürbar ist. Die stillgelegten Zechen hinterlassen nicht nur leere Gebäude, sondern auch langfristige Aufgaben wie eben die Grubenwasser-Entsorgung, die jahrzehntelang weiterlaufen kann.1
Für alle, die in NRW leben und solche Entwicklungen in ihrer Region verfolgen wollen: Antenne NRW hält euch über alles auf dem Laufenden, was in Nordrhein-Westfalen bewegt. Schaut gerne auf antenne.nrw vorbei und bleibt dabei!
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