In Köln-Vingst lieferte sich ein 15-Jähriger auf einem gestohlenen Motorrad eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei – und stürzte. Alle Infos zum Vorfall.
Was wie eine Szene aus einem Actionfilm klingt, spielte sich am Dienstagnachmittag (11. August) in Köln ab: Im Stadtteil Vingst lieferte sich ein 15-Jähriger eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei – auf einem gestohlenen Motorrad, ohne Fahrerlaubnis. Das Ende? Ein heftiger Sturz und eine Festnahme.1
Alles begann gegen 17.30 Uhr, als Autofahrer mehrere Motorradfahrer auf der Ostheimer Straße meldeten, die reihenweise rote Ampeln ignorierten. Eine Streifenwagenbesatzung bekam den 15-Jährigen kurz darauf in Sicht – auf dem Gehweg. Die Beamten nahmen sofort die Verfolgung auf, verloren den Jugendlichen aber nach kurzer Zeit aus den Augen.1
Wenige Minuten später entdeckte eine zweite Streifenwagenbesatzung in Kalk den 15-Jährigen zusammen mit einem weiteren, bislang unbekannten Motorradfahrer. Beide ignorierten die Anhaltesignale der Polizei, gaben Gas und versuchten erneut, über den Gehweg zu entkommen.1
Im Bereich Homarstraße / Poll-Vingster Straße wurde es richtig gefährlich: Die beiden Flüchtenden nahmen einer Familie, die mit Fahrrädern unterwegs war, die Vorfahrt. Kurz danach verlor der 15-Jährige die Kontrolle über seine Maschine und stürzte. Nach einer kurzen Verfolgung zu Fuß schnappten die Polizisten den Jugendlichen. Sein Begleiter entkam.1
Rettungskräfte brachten den verletzten 15-Jährigen in eine Klinik, wo er an seine Eltern übergeben wurde. Eine Überprüfung des Motorrads ergab dann: Das Fahrzeug war erst wenige Stunden vor der Verfolgungsfahrt als gestohlen gemeldet worden. Die Polizei ließ das Motorrad abschleppen und sicherte es als Beweismittel.1
Diese Geschichte zeigt deutlich, wie gefährlich und rücksichtslos solche Aktionen sind – nicht nur für den Fahrer selbst, sondern auch für unbeteiligte Menschen wie die Familie auf den Fahrrädern. Ein 15-Jähriger ohne Führerschein, auf einem gestohlenen Motorrad, mitten im Kölner Stadtverkehr – das hätte noch viel schlimmer ausgehen können. Bleibt zu hoffen, dass der Jugendliche aus diesem Erlebnis die richtigen Schlüsse zieht. Die Ermittlungen laufen.1
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