Der Waldbrand im Hürtgenwald brennt weiter – 500 Feuerwehrleute im Schichtwechsel, Hubschrauber am Boden und Bundeswehr-Panzer im Einsatz.
Der Waldbrand im Hürtgenwald lässt den Einsatzkräften keine Pause. Auch in der Nacht kämpfen hunderte Feuerwehrleute gegen die Flammen in der Eifel – und die Lage bleibt angespannt. Wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben, macht vor allem die Weltkriegsmunition im Boden den Löscheinsatz besonders gefährlich. Jetzt gibt es neue Entwicklungen aus dem Brandgebiet.2
Alle zwölf Stunden machen sich rund 500 Feuerwehrleute aus NRW auf den Weg zum Schichtwechsel ins Brandgebiet. Das bestätigte Peter Berndgen, Sprecher der Feuerwehren im Kreis Düren, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Einsatzplanung reicht derzeit bis Montag – die Feuerwehr stellt sich also auf einen tagelangen Einsatz ein.1
Mit Einbruch der Dunkelheit mussten die Löschhubschrauber am Boden bleiben. Fliegen ist in der Nacht schlicht zu gefährlich. Stattdessen wurden in besonders gefährdeten Bereichen die Kräfte am Boden fast verdoppelt. Viele zusätzliche Löschzüge rücken in diese Zonen vor, Wege wurden erweitert und Gegenfeuer gelegt.1
Auch schweres Gerät ist weiterhin im Einsatz: Zwei Bergepanzer der Bundeswehr schlagen auch nachts Schneisen im Bereich der evakuierten Ortschaft Gey. Ziel ist es, ein weiteres Ausbreiten des Feuers auf Wohngebiete möglichst zu verhindern.1 Der Einsatz von Panzern und das Legen von Feuerschneisen ist eine direkte Reaktion auf die besonderen Bedingungen vor Ort – denn wegen der Weltkriegsmunition im Boden können viele klassische Löschmethoden schlicht nicht sicher angewendet werden.2
Trotz der dramatischen Lage gibt es einen vorsichtig positiven Ausblick: „Im Moment würde ich sagen, gibt es so eine leichte Tendenz zu einer statischen, heißt also einer stabilen Lage, was uns natürlich sehr freut“, sagte Sprecher Berndgen. Die Hoffnung ist, die Situation über Nacht stabil zu halten – bevor tagsüber die Hubschrauber wieder aufsteigen und der Kampf gegen die Flammen weitergehen kann.1
Der Einsatz im Hürtgenwald ist noch nicht vorbei – wir halten euch auf antenne.nrw weiter auf dem Laufenden. Bleibt dran und passt auf euch auf!
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