Unter der Hohenzollernbrücke in Köln wurde ein verdächtiger Gegenstand im Rhein entdeckt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst prüft den Fund am Sonntag.
Stell dir vor, du schlenderst am Samstagmorgen entspannt am Rheinufer entlang, die Sonne scheint, die Hohenzollernbrücke glitzert – und plötzlich: Absperrband, Polizei, Ordnungsamt. Genau das ist am Samstag, dem 15. August, gegen 11.30 Uhr in Köln passiert. Beim KD-Tickethäuschen unter der Hohenzollernbrücke wurde ein verdächtiger Gegenstand im Rhein entdeckt – und der sorgte für großes Aufsehen.1
Was genau dort im Wasser liegt, ist bislang völlig unklar. Ob es sich um Kriegsmunition aus dem Zweiten Weltkrieg handelt oder um einen harmlosen Gegenstand, weiß aktuell niemand so genau. Die Polizei meldete den Fund dem städtischen Ordnungsamt, der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) wurde informiert und soll den Gegenstand am Sonntag unter die Lupe nehmen.1
„Solange wir nicht wissen, was das ist, bleibt das abgesperrt“, stellte ein Sprecher der Stadt klar. Klingt erstmal beunruhigend – aber es gibt auch eine beruhigende Zahl dazu: In nur zehn Prozent der Verdachtsfälle auf Kölner Stadtgebiet wird überhaupt etwas gefunden, das noch zündfähig ist. Oft stellt sich heraus, dass die entdeckten Granaten oder ähnliche Funde keinerlei Gefahr mehr darstellen und keine weiteren Maßnahmen nötig sind.1
Der Fund kommt übrigens nicht aus dem Nichts. Schon am Donnerstag der vergangenen Woche war wegen des Niedrigwassers im Rhein eine Bombe entdeckt worden. Und schon im Vorfeld hatte das niedrige Wasser mehrere Kampfmittel ans Licht gebracht – bei denen weder Entschärfung noch Evakuierung nötig waren.1
Das Niedrigwasser legt also regelmäßig frei, was der Zweite Weltkrieg im Flussbett hinterlassen hat. Und Köln steht damit nicht allein da: Auch beim Camppark Leverkusen gab es erst vor wenigen Tagen einen ähnlichen Verdachtsfall – der sich ebenfalls als harmlos herausstellte.1
Falls du in der Nähe der Hohenzollernbrücke unterwegs bist, halte einfach Abstand von abgesperrten Bereichen und folge den Anweisungen von Polizei und Ordnungsamt. Die Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst wissen, was sie tun – und in den meisten Fällen gibt es am Ende Entwarnung. Trotzdem: Besser auf Nummer sicher gehen und den Bereich meiden, bis die Lage geklärt ist.1
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