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Einsatz beendet: Bereitschaft 5 aus dem Bergischen Städtedreieck kehrt aus dem Hürtgenwald zurück
19. August 2026

Waldbrand im Hürtgenwald: 121 Einsatzkräfte aus Wuppertal, Solingen und Remscheid sind nach 24 Stunden zurück – alle Infos zum Einsatz der Bereitschaft 5.

Mission erfüllt: 121 Kräfte wieder zuhause

Gute Nachrichten aus dem Hürtgenwald! Nach rund 24 Stunden ist der Einsatz der Bereitschaft 5 beim großflächigen Waldbrand im Kreis Düren offiziell beendet. Insgesamt 121 Einsatzkräfte der Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid waren in die Brandbekämpfung eingebunden – und sind nun wohlbehalten wieder zurück im Bergischen Städtedreieck.1 Bis zur Mittagszeit des Sonntags waren schließlich alle Einsatzkräfte wieder sicher zuhause.

Wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben, war der Waldbrand in der Eifelregion so massiv, dass Feuerwehren aus ganz NRW zur Unterstützung anrücken mussten. Jetzt sind die neuesten Entwicklungen da – und die haben es in sich.2

Ein Waldbrand mit besonderen Tücken

Der Brand im Hürtgenwald war alles andere als ein gewöhnlicher Einsatz. Seit Donnerstag loderten die Flammen und fraßen sich durch mehrere hundert Hektar Wald. Zeitweise waren weit über 1.000 Einsatzkräfte unterschiedlicher Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Behörden sowie zahlreiche Hubschrauber in die Brandbekämpfung eingebunden.1

Besonders heikel: Das Hürtgenwald-Gebiet war während des Zweiten Weltkrieges Schauplatz schwerer Kämpfe. Bis heute schlummern dort Munition und andere Kampfmittel im Boden. Im Verlauf des Waldbrandes kam es tatsächlich auch zu Detonationen alter Munition – das schränkte die Möglichkeiten der bodengebundenen Brandbekämpfung erheblich ein. Ein freies Vorgehen zu Fuß in belastete Waldflächen war schlicht nicht möglich.1

So lief der Einsatz im Bereich Großhau ab

Die Bereitschaft 5 der Bezirksregierung Düsseldorf wurde in der Nacht zum Samstag für die überörtliche Hilfe angefordert. Nach der Alarmierung rückte der Verband aus Wuppertal, Solingen und Remscheid in den frühen Morgenstunden gemeinsam Richtung Hürtgenwald aus. Im Schadensgebiet bekam die Bereitschaft 5 einen eigenen Einsatzabschnitt im Bereich Großhau zugewiesen.1

In enger Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW wurden vorhandene Wege genutzt und zusätzliche Zugänge geschaffen, um tiefer ins Waldgebiet vorzudringen. Entlang der Wege wurden die angrenzenden Waldflächen kontrolliert und Löschmaßnahmen durchgeführt.1

Drohnen, Hubschrauber und eine clevere Nachtschicht

Tagsüber unterstützten zahlreiche Hubschrauber die Löscharbeiten aus der Luft. Sobald der Hubschrauberbetrieb endete, übernahmen Drohnen die Erkundung. Gerade im weitläufigen und teilweise nicht begehbaren Gelände lieferten die Luftbilder wichtige Infos über die Lageentwicklung. Auch nachts wurden mit Drohnen verbliebene Glutnester gezielt aufgespürt. Drei Tanklöschfahrzeuge der Bereitschaft 5 fuhren diese Bereiche anschließend im Rotationsverfahren an und löschten die Glutnester gezielt ab.1

Landwirte und Unternehmen packen mit an

Ein echter Teamwork-Moment: Zahlreiche Landwirte – nicht nur aus der Umgebung, sondern auch überregional – kamen ins Einsatzgebiet, um zu helfen. Mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen und großen Wasserbehältern unterstützten sie den Transport von Löschwasser und leisteten damit einen entscheidenden Beitrag. Auch Unternehmen halfen mit Fahrzeugen und schwerem Gerät.1

Und dann war da noch die Bevölkerung vor Ort: Die Menschen in Großhau und der Umgebung versorgten die Einsatzkräfte während des langen Einsatzes zusätzlich mit Lebensmitteln, Getränken und Erfrischungen. Die Feuerwehr Wuppertal hat sich dafür ausdrücklich bedankt – absolut verdient!1

Aus 12 wurden 24 Stunden

Ursprünglich war die Bereitschaft 5 für einen zwölfstündigen Einsatz angefordert worden. Auf Anforderung der Einsatzleitung vor Ort wurde die Einsatzdauer auf 24 Stunden verlängert. Kurzfristig mussten deshalb auch Ruhe- und Regenerationsmöglichkeiten für die Einsatzkräfte organisiert werden. Ein Gemeindehaus in Großhau stand dafür zur Verfügung, Feldbetten wurden eigens aus dem Bergischen Städtedreieck ins Einsatzgebiet transportiert.1

Ein Einsatz, der zeigt: NRW hält zusammen

Der Waldbrand im Hürtgenwald war ein Ausnahmeereignis – und er hat gezeigt, wie wichtig überregionale Zusammenarbeit in NRW ist. Ob Feuerwehren aus Wuppertal, Solingen und Remscheid oder Unterstützungskräfte aus anderen Teilen des Landes: Wenn’s drauf ankommt, zieht NRW an einem Strang.2 Jetzt ist der Einsatz für die Bereitschaft 5 Geschichte – respekt an alle Beteiligten!

Quellen

  1. FW-W: Einsatz der Bereitschaft 5 beim Waldbrand im Hürtgenwald beendet – Presseportal
  2. Waldbrandeinsatz auch in Kräwinkel: Radevormwalds Feuerwehr hilft bei Brandbekämpfung in der Eifel – Antenne NRW


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